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Zweibrücken:Bauausschuss über Arbeiten in Ex-Hauptschule Nord für VHS

VHS Zweibrücken soll in Ex-Hauptschule Nord : „Überrascht über diese große Planung“

Die ehemalige Hauptschule Nord soll ab 2024 die VHS beherbergen. Dafür wird nun ein Aufzug eingebaut und am Brandschutz gearbeitet, informierte die Stadt im Bauausschuss: Gesamtkosten: eine Million Euro.

Bereits seit Jahren plant die Stadtverwaltung einen Umzug der Volkshochschule in die Räume der ehemaligen Hauptschule Nord. Nun sollen als vorbereitende Arbeiten ein Aufzug an der Rückseite der früheren Hauptschule eingebaut und der Brandschutz modernisiert werden. Über den Sachstand informierte die Stadtverwaltung den Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Rudolf Hartmann vom Bauamt erläuterte dem Gremium die Pläne. Die Räte hörten aufmerksam zu – und wunderten sich teilweise dann doch über die Preise, die genannt wurden.

Hartmann sagte, die Aufzugsanlage werde auf der Rückseite des Gebäudes angebracht. Die Anlage soll alle Etagen bedienen und Besuchern so barrierefreien Zutritt ermöglichen. Zusammen mit der Erneuerung des Brandschutzes gehe die Stadt von Gesamtkosten in Höhe von 970 000 Euro aus. „50 Prozent davon entfallen auf den Aufzug und 50 Prozent auf den Brandschutz“, sagte er. Bezüglich der Parkplätze sehe man ausreichende Kapazitäten an der Schule. Rund 40 müssten es sein – die seien bereits gegeben, hier sei man „im grünen Bereich“.

Eine Million Euro für Aufzug und Brandschutz – ein ganz schöner Batzen. Thorsten Gries (SPD) musste da erst einmal schlucken. „Ich bin überrascht über diese doch große Planung“, sagte er. „Schon vor vier oder fünf Jahren wurde über einen Umzug der VHS in die frühere Hauptschule Nord nachgedacht. Aber ich meine, damals war ein wesentlich geringerer Betrag angesetzt.“ Es sei wohl die Hälfte dieses Betrages genannt worden. Was meine die Stadt denn, wie lange es dauere, bis diese Arbeiten fertig sind und wann die VHS einziehen könne?

Hartmann sagte, die Stadt müsse „die Vergaberichtlinien beachten“, mehrere Angebote müssten eingeholt werden; Ziel sei es, noch 2023 „möglichst viel“ umzusetzen.

Christian Michels, Leiter des Bauamtes, sagte, der eigentliche Umzug werde wohl erst 2024 über die Bühne gehen können. „Aber die frühere Hauptschule Nord ist bis dahin in Teilen weiter nutzbar.“ Die Aufzugs- und Brandschutzarbeiten könnten auch laufen, wenn einzelne Räume des Gebäudes an der Hofenfelsstraße von Besuchern frequentiert würden.

Elisabeth Metzger (CDU) wollte wissen, wer und was aktuell denn überhaupt alles in der ehemaligen Hauptschule sei. Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) zählte auf: die Kinder- und Jugendbibliothek, die Stadtkapelle, die Jugendkunstschule und eine Krabbelstube. Ferner habe die Bundeswehr einen Raum in dem Gebäudekomplex angemietet. Und: einzelne Teile der Volkshochschule seien bereits an die Hofenfelsstraße umgezogen.

Wosnitza versprach Gries, „den Zeitplan noch zu konkretisieren“ und den Räten in der nächsten Zeit weitere Informationen zur Verfügung zu stellen.