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Zweibrücken: Bauausschuss einstimmig für Kubota-Erweiterung

Stadtrat entscheidet am 29. Januar endgültig darüber : Bauausschuss ist einstimmig für die Kubota-Erweiterung

Der Bauausschuss der Stadt Zweibrücken begrüßt die Pläne des Unternehmens Kubota, das Werk zu erweitern. Einstimmig machte das Gremium in seiner Sitzung am Dienstagabend den Weg dafür frei, dass der Stadtrat am Mittwoch, 29. Januar, abschließend darüber entscheiden kann.

Wie bereits mehrfach berichtet, möchte Kubota, Hersteller von Kleinbaggern, das Werk an der Steinhauser Straße dahingehend erweitern, dass dort künftig Tests mit den produzierten Arbeitsmaschinen durchgeführt werden können. Das Areal soll um 1,4 Hektar wachsen. Bislang muss sich das Unternehmen für solche Tests ein Gelände anmieten, das rund drei Kilometer vom Standort in Zweibrücken entfernt liegt. Ein Zustand, der für Kubota auf Dauer nicht praktikabel ist.

Nun soll das Werksgelände, gelegen zwischen der A 8 und der L 480 (Steinhauser Straße) erweitert werden. Und zwar in drei Schritten, wie der Bauausschuss in seiner Sitzung informiert wurde. In einem ersten Schritt soll – und zwar kurzfristig – besagtes Testgelände entstehen. In einem zweiten Schritt (mittel- bis langfristig) sollen dann zusätzlich Parkplätze angelegt werden. Und im dritten Schritt (eher sehr langfristig angedacht) würde dann ins Auge gefasst, das Gelände zu bebauen, beispielsweise, um dort Teile der Verwaltung des Unternehmens unterzubringen.

Norbert Pohlmann (Grüne) sagte, es sei zu begrüßen, dass es Kubota „offenbar so gut geht, dass diese Expansion notwendig ist“. An ihn sei die Frage herangetragen worden, ob für die geplante Erweiterung des Werksgeländes eine Ausgleichsfläche geschaffen werden müsse.

Auch wäre es „sehr begrüßenswert“, so Pohlmann, wenn es eine Übersicht der Stadt über die Flächen in Zweibrücken gäbe, die in solchen und ähnlichen Fällen darüber informieren könnten, wo überhaupt Ausgleichsflächen möglich sind. Eine solche Übersicht könnte etwa ins Internet eingestellt werden.

Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) antwortete Pohlmann, dass für die geplante Werkserweiterung keine Ausgleichsfläche geschaffen werden müsse. Der Vorschlag nach einer Übersicht über Ausgleichsflächen sei ein Punkt, über den durchaus in den städtischen Gremien diskutiert werden könne, es spreche nichts dagegen.

Der Bauausschuss machte abschließend einstimmig den Weg dafür frei, dass der Stadtrat am 29. Januar endgültig über den Bebauungsplan entscheidet.

Da ein Teil des betroffenen Areals (genau genommen der größere Teil) auf Gemarkung des Zef (Zweckverband Entwicklungsgebiet Flugplatz Zweibrücken) liegt, hat sich der Zef ebenfalls bereits mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes befasst. Ende August 2019 wurde dort gleichfalls der Weg dafür frei gemacht (wir berichteten).