Corona in der Südwestpfalz : Zweibrücken sinkt in Warnstufe gelb

Am Freitag wurden auch in der Region keine weiteren Corona-Todesfälle registriert.

Zweibrücken hat seine Pole-Position unter den rheinland-pfälzischen Kommunen weiter ausgebaut. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von zuletzt 29,2 wird die Rosenstadt jetzt sogar nur noch in der niedrigsten Warnstufe gelb geführt. Das Landesuntersuchungsamt (LUA) stuft den Landkreis mit einer Inzidenz von 94,9 aktuell in der Risikostufe rot ein. Pirmasens ist mit aktuell 136,7 ebenfalls rot. Am Freitag wurden 21 neue positive Corona-Tests registriert.

Im Wecare Pflegezentrum in Pirmasens, im Senioren- und Pflegeheim Haus Gräfenstein in Rodalben, im SenVital Senioren- und Pflegezentrum Dahn sowie in der Wohnanlage der Heinrich Kimmle Stiftung und im Haus Maria Rosenberg in Waldfischbach wurden jeweils eine positiv auf SARS-COV-2 getestete Person gemeldet. Im Haus Edelberg in Rodalben sind drei weitere Personen infiziert. Aufgrund der noch sehr ernsten Lage sind das Wecare Pflegezentrum noch bis zum 25. Januar sowie das Haus Gräfenstein bis zum 28. Januar für Besucher geschlossen.

Aktuell sind im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes 253 bestätigte positive Fälle aktiv, 5 weniger als am Vortag. Von den betroffenen Personen leben in Pirmasens 84 (-4), Zweibrücken 19 sowie in den Verbandsgemeinden Dahner Felsenland 15, Hauenstein 6 (-2), Pirmasens-Land 12 (+4), Rodalben 60 (+4), Thaleischweiler-Wallhalben 15 (-5), Waldfischbach-Burgalben 26 (-2) und Zweibrücken-Land 16. Insgesamt wurden bis heute 2495 Personen im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Südwestpfalz positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet. Bislang sind 81 Personen mit Corona-Infektion verstorben. Die Anzahl der KP I nahm von 197 auf 213 Personen in Quarantäne wieder leicht zu.

Das Gesundheitsamt erhält für diese Arbeit weiter personelle Unterstützung. Im Einzelnen wurde die Abordnung von zwei Finanzbeamten und einer Amtsgerichts-Mitarbeiterin bis 28. Februar verlängert. Bis zu diesem Datum hat auch der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Rheinland-Pfalz in Aussicht gestellt, seine drei Mitarbeiter im Gesundheitsamt zu belassen. Ebenfalls bis Ende Februar wird das Gesundheitsamt von drei Zollbeamten unterstützt, die seit 26. November ihren Dienst dort verrichten. Eine weitere Zollbeamtin und eine Beamtin aus Berlin vom Bundesministerium der Justiz sind  bis 31. März und weiterhin ein Mitarbeiter der Forstverwaltung dort tätig. Geplant ist ab 1. Februar für vier Monate die Unterstützung durch drei Katasteramts-Beamte in Pirmasens. Die Hilfe der Bundeswehr durch sechs Soldaten des Artillerielehrbataillons 345 aus Idar-Oberstein wurde bis zum 19. Februar verlängert. Für eine weitere abgeordnete Verwaltungsbeamtin der Bundeswehr wurde bereits die Ablösung zugesagt. Zum Jahresende ausgeschieden sind Unterstützungskräfte vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz. Daneben wird das Gesundheitsamt nach wie vor von Mitarbeitenden der Städte Pirmasens und Zweibrücken, vier RKI-Containment-Scouts sowie drei Azubis und weiteren Mitarbeitenden aus dem eigenen Haus unterstützt.