Hambacher Weg in Ixheim Anwohner verärgert über frisch platzierten Poller

Zweibrücken · Die Stadt hat am Hambacher Weg einen Poller eingesetzt, um dort Autofahrten zu unterbinden. Das ärgert Bürger, die zu ihren Garten-Parzellen wollen.

 Die drei Anwohner Reinhard Neumann, Roger Drönner und Herbert Eschenbaum am Stein des Anstoßes: dem Poller am Hambacher Weg.

Die drei Anwohner Reinhard Neumann, Roger Drönner und Herbert Eschenbaum am Stein des Anstoßes: dem Poller am Hambacher Weg.

Foto: Mathias Schneck

Es ist kurios, dass es ausgerechnet diesen Weg getroffen hat. Denn „Hambach“ – das steht ja für den Wunsch nach Freiheit, blickt man auf die Geschehnisse einst am Hambacher Schloss zurück. Aber just ein Weg in Zweibrücken, der an diese historischen Ereignisse erinnert, der „Hambacher Weg“ in den Fuchslöchern in Ixheim, erfährt nun die Beschneidung von Freiheiten. Nämlich die von Autofahrern.

Dieser Tage hat die Stadt einen Poller am Hambacher Weg installiert. Steht man vor dem Poller, lässt sich erahnen, wieso: Der Hambacher Weg ist so breit, dass dort Autos fahren können. Allerdings ist der Weg für Passanten und Radler vorgesehen.

Der Grund ist also offensichtlich. Aber das macht die Sache für verärgerte Anwohner nicht besser. Drei Bürger aus den angrenzenden Straßen Weißdornweg und Schlehenweg wandten sich an den Merkur mit der Frage: Muss das denn wirklich sein? Jawohl, es muss sein. Sagt die Verwaltung auf unsere Anfrage hin.

Jens John, Pressesprecher der Stadt, erklärt: „Es handelt sich beim Hambacher Weg um einen gemeinsamen Geh- und Radweg, andere Verkehrsteilnehmer – Kraftfahrzeuge – dürfen diesen Weg nicht benutzen“. Der städtische Umweltbetrieb UBZ habe, so John, bei Streckenkontrollen festgestellt, „dass trotz des gesetzlichen Verbots der Weg regelmäßig von Fahrzeugen, auch zum Beispiel durch Paketdienste, benutzt wurde und hat deshalb diesen Sperrpfosten bei unserem Ordnungsamt beantragt“. Die Grundstückseigentümer aus Weißdornweg und Schlehenweg könnten „ihre hinter den Hausanwesen liegenden Parzellen von der Oselbachstraße aus über die Verbindungswege zwischen den Grundstücken erreichen“, so John weiter.

Diese Antwort befriedigt Reinhard Neumann, Roger Drönner und Herbert Eschenbaum nicht. Eine solche Anfahrt sei umständlich, wichtig wäre, weiterhin direkt an die Grundstücke zu kommen. Man hätte ja noch ein Einsehen, sagen sie, wenn der Weg wirklich nennenswert von Radlern benutzt würde. „Aber ich habe dort noch keinen gesehen“, sagt Eschenbaum. Der Pfosten sei völlig überflüssig. Fußgänger nutzten den Weg, das sei schon richtig. Aber keine Radler. Alle drei Bürger sagen, sie würden mit ihrem Auto vorsichtig, in Schrittgeschwindigkeit, nutzen. Niemand brettere hier hoch. Dass Paketdienste den Weg nutzen, schließen sie aber nicht aus. Das Trio erklärt, rund 20 Anwohner mit Gärten hätten nun Umstände wegen des Pollers.

Ihr Wunsch: Die Stadt könnte an Eifler oder Pistorstraße den Poller hinsetzen. Dies würde die unerlaubte Durchfahrt von Paketdiensten unterbinden. Und die Anwohner hätten weiter freie Fahrt zu ihren Parzellen.

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