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Zweibrücken: Ab Rosenmontag wird auch Vakzin von Astra-Zeneca verabreicht

Ab Montag wird auch Astra-Zeneca verabreicht : Die Schlagzahl soll deutlich erhöht werden

Ab Montag wird in Impfzentrum auch Vakzin von Astra-Zeneca verabreicht. Zweite Impfstraße steht nächste Woche bereit.

Im Impfzentrum der Stadt Zweibrücken soll die Schlagzahl ab nächstem Monat deutlich gesteigert werden. Das kündigt Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur an. Wosnitza sagte, ab Rosenmontag werde in den Räumen des ehemaligen City-Outlets ein zweiter Impfstoff verabreicht – nämlich der von Astra-Zeneca.

Matthias Freyler, Impfkoordinator der Stadt, bestätigt auf Anfrage, dass alle Zeichen auf Tempo-Erhöhung stehen. „Am Rosenmontag geht es los mit Astra-Zeneca. Die Stadt Zweibrücken erhält 1,23 Prozent dessen, was landesweit an diesem Impfstoff verteilt wird. Das berechnet sich nach der Einwohnerzahl“, erklärt Freyler.

Freyler weist daraufhin, dass über Fastnacht im Impfzentrum ganz normaler Betrieb herrscht. Die Fastnacht falle ohnehin coronabedingt aus; es gelten also die Zeiten Montag bis Freitag ab acht Uhr morgens, die letzten Bürger können, je nach zugeteiltem Termin, bis zirka 15/16 Uhr vorstellig werden.

Wie bereits berichtet, mussten in den vergangenen drei Wochen die Erstimpfungen landesweit ausgesetzt werden, es gab zu wenig Impfstoff von Biontech, es fand eine Konzentration auf die Zweitimpfungen statt.

Die Lage entspanne sich nun, sagte der Impfkoordinator. Nicht nur, weil jetzt auch Astra-Zeneca zur Verfügung stehe, sondern weil auch mehr von Biontech komme. „Die Lieferungen sind jetzt stabiler“, sagte Freyler. Ab Rosenmontag sind es also zwei Impfstoffe, die im Ex-City-Outlet verabreicht werden.

Die Bürger haben übrigens keine Wahlmöglichkeit, betont der Impfkoordinator. Wer unter 65 Jahren alt ist, erhält den Impfstoff von Astra-Zeneca, alle älteren bekommen das Vakzin von Biontech verabreicht.

Die Gründe hierfür wurden schon vielfach in den Medien dargestellt, doch Freyler will nochmals darauf hinweisen, damit ab Montag keine Unsicherheiten bestehen: Die Ständige Impfkomission (Stiko) habe festgelegt, dass Bürger ab 65 Jahren Biontech erhalten sollen, weil Astra-Zeneca bei ihnen nicht so gut wirkt. Das heiße aber nicht, dass dieses Vakzin bei den Jüngeren ebenfalls nicht so gut wirken würde. Es sei alles bei der Zulassung geprüft worden, für Jüngere sei Astra-Zeneca sehr gut geeignet.

Freyler sagt, es gelte, darauf zu vertrauen, das Impfpersonal könne keine Grundsatz-Diskussionen führen, das würde den gesamten Impfbetrieb behindern.

„Es geht darum, dass wir jetzt eine möglichst große Zahl von Bürgern impfen, dass wir sie schützen“, sagte er.

In Zweibrücken mussten wegen der Lieferschwierigkeiten mit dem Biontech-Vakzin in den vergangenen drei Wochen rund 170 Termine für Erstimpfungen verlegt werden, diese würden nun zeitnah nachgeholt, sagte Freyler.

Der Impfkoordinator bestätigt die Ansage des Oberbürgermeisters, dass die Schlagzahl nun rasch erhöht werde. „Anfang bis Mitte März wird es soweit sein“, schätzt Freyler. Bereits in der kommenden Woche soll im Ex-City-Outlet eine zweite Impfstraße soweit vorbereitet sein, dass diese bei Bedarf unverzüglich starten kann. „Wir haben dann eine größere Flexibilät“, sagte Freyler.

Das Impfzentrum habe übrigens mit dem Nardini-Klinikum eine Vereinbarung getroffen. Die Kliniken, die vom Land Impfstoff für ihre Mitarbeiter erhalten, seien eigentlich dazu angehalten, sich selbst um die Impfungen zu kümmern und einen entsprechenden Betrieb vor Ort aufzubauen. „Aber wir haben uns gesagt, es muss doch nicht sein, dass das Nardini-Klinikum das jetzt alles neu bei sich aufstellt. Daher gibt es die Vereinbarung, dass das Klinikum unser Impfzentrum nutzen darf, um die eigenen Mitarbeiter zu impfen. Etwa samstags und sonntags, also außerhalb der Öffnungszeiten des Impfzentrums oder abends. Wir stellen also dem Nardini unsere Strukturen zur Verfügung.“