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Zwei Schläge für eine Riesenparty

Zwei Schläge für eine Riesenparty

Zweibrücken. O'zapft is', hieß es am Freitagabend auf dem Zweibrücker Schlossplatz. Mit nur zwei Schlägen hatte die Rosenkönigin Laura I. das erste Fass des Oktoberfestes angezapft. Ob sie sich dabei den Rat der saarpfälzischen Bierkönigin eingeholt hat, bleibt ihr Geheimnis. Jedenfalls bewies die Zweibrückerin mit ihrem Können, dass sie getrost mit den Bayern mithalten kann

Zweibrücken. O'zapft is', hieß es am Freitagabend auf dem Zweibrücker Schlossplatz. Mit nur zwei Schlägen hatte die Rosenkönigin Laura I. das erste Fass des Oktoberfestes angezapft. Ob sie sich dabei den Rat der saarpfälzischen Bierkönigin eingeholt hat, bleibt ihr Geheimnis. Jedenfalls bewies die Zweibrückerin mit ihrem Können, dass sie getrost mit den Bayern mithalten kann. Auch sonst haben die Pfälzer die Nase vorn. Während auf der Münchner Wiesn erst einen Tag später der kühle Gesternsaft in Strömen fließt, konnten die Zweibrücker schon am Freitag ausgelassen feiern. Der städtische Kulturamtsleiter Thilo Huble sparte es sich, bei der Eröffnung auf die Historie näher einzugehen. Schließlich wussten die meisten Besucher im voll besetzten Festzelt, dass die bayerischen Könige eiggentlich aus Zweibrücken stammen und der Ursprung des Oktoberfestes in der Hochzeit von Kronprinz Ludwig liegt. Dafür hatte er eine gute Botschaft parat: "Bier gibt es hier in Zweibrücken jedenfalls genug." Auch Alexander Grimmer, Verlagsleiter des Pfälzischen Merkur, der das Oktoberfest auch in diesem Jahr präsentiert, freute sich über die gelungene Premiere der Rosenkönigin und begrüßte die Verteter der Homburger Karlsbergs-Brauerei.Nach der Eröffnung ging dann die weiß-blaue Party so richtig los. Die Dorfrocker ließen ordentlich krachen. Schon nach dem Start ihrer fulminaten Bühnenshow gab es kein Halten mehr. Bei dem Hit der Fernsehserie "Auf der Alm" gingen die Hände hoch und es wurde herzlich geschunkelt. Die drei Brüder aus dem fränkischen Krichaich sorgten mit einer Mischung aus Volksmusik und Rock für ausgelassene Stimmung bis tief in die Nacht. "Einfach einzigartig", lobte Yvonne Garstmeier, die sich schon seit Wochen auf das Oktoberfest gefreut hatte. Es gebne kaum eine Veranstaltung, bei der es sich so gut feiern lasse. Auch Rüdiger Gergele war in bester Festlaune. Er hat sich inzwischen sogar eine Trachtenjacke zugelegt. Schließlich ist es ja bereits das achte Oktoberfest in Zweibrücken.

Nach dem gestrigen Auftakt geht es am heutigen Samstag um zwölf Uhr mit einem Weißwurstfrühstück weiter. Am Abend spielen dann die Midnight-Ladies. Einen Kontrast bietet am Sonntagnachmittag ab 14 Uhr der Ron-Stevens-Gospel-Chor aus Luxemburg. Zum Finale sorgen ab 17 Uhr die "Crazy Hurricans" für stimmungsvolle Musik. "Bier gibt es hier in Zweibrücken jedenfalls genug."

 Rosenkönigin Laura I. (links) stach das Fass mit zwei Schlägen an und dann floss das Bier auch schon in die ersten Krüge. Fotos: voj
Rosenkönigin Laura I. (links) stach das Fass mit zwei Schlägen an und dann floss das Bier auch schon in die ersten Krüge. Fotos: voj

Thilo Huble