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Zwei Festnahmen von Dieben in Zweibrücken dank aufmerksamer Zeugen

Zwei Diebe dank aufmerksamer Zeugen in Zweibrücken festgenommen : Filmreif: DRK-Mitarbeiter verfolgen und stellen Auto-Aufbrecher

Polizei findet im Rucksack zahlreiche weitere gestohlene Sachen und sucht nun deren rechtmäßigen Eigentümer. Außerdem gelang der Polizei, ebenfalls am Montag in Zweibrücken, dank aufmerksamer Mitarbeiter einer Logistik-Firma die Festnahme eines Einbrechers.

Beschäftigte eines Logistik-Unternehmens in der Pariser Straße in Zweibrücken haben am Montag um 21.45 Uhr einen Mann auf frischer Tat beim unberechtigten Aufenthalt in dem Firmengebäude erwischt und verständigten umgehend die Polizei.

Bereits wenige Minuten später gelang es den ausgerückten Polizisten, den mutmaßliche Täter noch in der Pariser Straße festzunehmen. Das Aussehen des 34-Jährigen stimmte mit der von den Zeugen übermittelten Personenbeschreibung überein, berichtet die Polizei. Der Festgenommene führte ein eigenes Brecheisen und ein entwendetes Funkgerät aus der Firma mit. Im Rahmen der Ermittlungen konnte ihm zudem die Beschädigung zweier Straßenlaternen in der Max-Planck-Straße nachgewiesen werden. In die Firma war er durch einen offenen Seiteneingang gelangt. Das Brecheisen führte er nach eigenen Angaben mit, um es im Bedarfsfall verwenden zu können. Der Beschuldigte wurde zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen und am Dienstagmorgen auf freien Fuß gesetzt.

Noch dramatischer war am Montagmorgen gegen 8.30 Uhr die Festnahme eines Diebes in der 22er Straße in Zweibrücken erfolgt.  Drei Bedienstete des Deutschen Roten Kreuzes beobachteten aus dem DRK-Gebäude, wie sich ein Mann mehrere geparkte Fahrzeuge in der 22er-Straße anschaute. Dann setzte er sich etwas entfernt auf eine Mauer und telefonierte. Anschließend begab er sich zielgerichtet zu einem am Fahrbahnrand geparkten weißen Seat Altea, schlug mit dem Ellenbogen die Scheibe der Beifahrertür ein und nahm die offen auf dem Beifahrersitz abgelegte Handtasche der Fahrzeughalterin an sich. Danach flüchtete er zu Fuß in Richtung der Einfahrt des Liegendtransports des ehemaligen Evangelischen Krankenhauses. Er hatte allerdings die Rechnung ohne die DRK-Mitarbeiter gemacht, die sofort zu dritt die Verfolgung des Täters aufnahmen, während ein vierter die Polizei verständigte. „Als diese wenig später vor Ort eintraf, hatten die DRK-Mitarbeiter den Pkw-Aufbrecher in einer tollen Gemeinschaftsaktion bereits gestellt und übergaben ihn der Polizei“, wie die Zweibrücker Inspektion weiter mitteilt.

Auf der Flucht hatte der Täter die SIM-Karte aus seinem mitgeführten Handy entnommen und in einen Kanalschacht geworfen. Das Handy selbst warf er in eine Hecke. Dort versuchte er auch, sich zu verstecken, wurde aber von den DRK-Mitarbeitern eingekesselt und aufgefordert, herauszukommen. Dies tat er, nachdem er die Aussichtslosigkeit seiner Fluchtbemühungen erkannt hatte.

Gegen den Beschuldigten wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Von dem strafrechtlich bereits erheblich in Erscheinung getretenen 38-jährigen Drogenkonsumenten wurden aktuelle Lichtbilder für etwaige weitere Identifizierungsmaßnahmen gefertigt. Die Handtasche konnte der Geschädigten zurückgegeben werden. Im Rucksack des Täters fanden die Polizisten eine Digitalkamera, einen Receiver, ein mobiles Navigationsgerät sowie zwei weitere Mobilfunkgeräte, für die der Beschuldigte keine Eigentumsnachweise erbringen konnte. Die Gegenstände wurden deshalb für weitere Ermittlungen sichergestellt. Das weggeworfene Handy und die SIM-Karte konnten aufgefunden und ebenfalls sichergestellt werden. Weitere Ermittlungen folgen. Nach Abschluss der Erstmaßnahmen wurde der Beschuldigte auf freien Fuß gesetzt.

Die Polizeiinspektion Zweibrücken, Tel. (0 63 32) 97 60, E-Mail pizweibruecken@polizei.rlp.de, sucht die Eigentümer der im Rucksack des Beschuldigten sichergestellten fünf Gegenstände.