„ZW vernetzt“ : Wasser ist ein großes Thema

Mit einem Aktionsstand sensibilisierte ein Team von „ZW vernetzt“ in der Fußgängerzone für verschiedene Umweltthemen. Neben dem „Ökologischen Fußabdruck“ ging es auch um den Wasserverbrauch einzelner Konsumgüter.

„So viel Wasser für ein Rindersteak?“ Gabriele Geiger war sichtlich erschrocken. Die Einöderin, die eine Heilpflanzenschule betreibt, und sich seit vielen Jahren mit den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit beschäftigt, staunte bei dem Spiel über den Wasserverbrauch an dem Stand von „ZW vernetzt“ in der Fußgängerzone noch öfter. Nicht nur darüber, dass ein Steak, das schnell aufgegessen ist, 3000 Liter benötigt und damit mehr als ein Baumwoll-T-Shirt, das man über mehrere Jahre hinweg trägt, sondern auch darüber, dass eine Tomate mit „nur“ 50 Litern Wasser wächst und gedeiht. Sie begrüßte die Aktion der Zweibrücker Bürgerinitiative, die sich mit ihrem Aktionsstand an dem „Globalen Klimastreik“ beteiligte.

Vor allem die Kinder drehten gerne an dem Glücksrad von „Brot für die Welt“, mussten sich bei der Beantwortung der entsprechenden Umweltfrage jedoch von den Erwachsenen helfen lassen oder einfach schätzen. Etwa das beliebteste Getränk der Deutschen (Kaffee vor Bier und Wasser) oder die Ursache dafür, dass die Menschen im ländlichen Laos verschmutztes Flusswasser trinken (weil sie keinen Zugang zu sauberem Wasser haben). Als Preis gab es einen Würfel mit Blumensamen von DRK Biotopia oder ein Malbuch oder ein Pixibuch, in dem es um das Thema „Wasser für alle“ ging.

Schnell ins Gespräch kamen die Standbetreuer mit Passanten, die an den riesigen Fußspuren auf der Straße stehen blieben. In den Rubriken Ernährung, Energie, Mobilität und Konsum konnte jeder jeweils zehn Fragen für sich selbst beantworten und damit seinen ökologischen Fußabdruck errechnen. Gut dran war, wer sich zum Beispiel regional und vegan ernährt, mit dem Fahrrad fährt oder zu Fuß geht, Elektrogeräte der neuesten Verbrauchsgeneration benutzt, repariert statt wegzuwerfen und neu zu kaufen oder Plastik- und Konsumverzicht übt.

Besonders hoch zu Buche schlagen tägliches Fleischessen, Schnellfahren auf der Autobahn, Flugreisen oder Kreuzfahrten. 20 Punkte – umgerechnet in Landfläche – und damit der Bedarf von mehr als die einem Menschen zur Verfügung stehenden 1,7 Hektar sind schnell erreicht. Vor allem geht es jedoch darum, Bewusstsein zu wecken. Die Devise lautet: „Einfach mal anfangen!“ – denn „wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, kann das Gesicht der Erde verändert werden“, lautet ein afrikanisches Sprichwort. Auf die Bedrohung verschiedener Tierarten machten zwei Eisbären, ein Pandabär und ein Leopard aufmerksam, die in der Fußgängerzone Postkarten mit Klima-Stripes verteilten, auf denen sich die Erwärmung der Erdtemperatur ablesen lässt.

Doch auch kleinere „Tiere“ kamen an den Stand. Der fünfjährige Emil kam als Löwe verkleidet, seine Geschwister Michel (7) und Mina (10) als Füchse. Seit der Fahrraddemonstration fühlt sich Mutter Rebecca Rottländer „ZW vernetzt“ verbunden. „Wir machen fast alles mit dem Fahrrad, machen nur Urlaub in Deutschland und bemühen uns, Plastik zu vermeiden“, berichtet die Zweibrückerin. Die Kinder hätten großen Spaß daran.

Ebenso wie Leon im Fuchs-Shirt und Nimue (Herrin vom See aus der Avalon-Sage), die sich mit dem Wasserspiel beschäftigten. Der dreijährige Karl griff beherzt in seinen Kindergeldbeutel und strahlte, als sein Geldstück in dem Spendensparschwein klirrte. „Wir hatten viele gute Gespräche und konnten viele für das Klima- und Umweltthema sensibilisieren“, freute sich das Stand-Team, das einmal mehr die Gelegenheit nutzte, um auf die Verantwortung für unsere Erde aufmerksam zu machen.

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