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„Zurück in die Zukunft“ im Visier

„Zurück in die Zukunft“ im Visier

Captain Kirk, die Enterprise, Warp-Antrieb – das alles lässt Star-Trek-Fachmann Hubert Zitt dieses Jahr mal links liegen. Stattdessen widmet er sich in seinem Vortrag der 80er-Jahre- Trilogie „Zurück in die Zukunft“. Der aktuelle Bezug: Der zweite Teil der Reihe spielt unter anderem am 22. Oktober 2015.

Für die meisten wird der 22. Oktober ein Donnerstag wie jeder andere sein. Für Fans der Kino-Trilogie "Zurück in die Zukunft" hingegen ist er etwas ganz besonderes. An dem Tag, um genau 1.29 Uhr mitteleuropäischer Zeit kommt Held Marty McFly im zweiten Teil der Reihe in der Zukunft an. Gestartet ist er dort 1985, gereist mit einem fusionsbetriebenen, fliegenden DeLorean. Für Star-Trek-Experte Hubert Zitt ist das Datum 22. Oktober sogar so besonders, dass er dieses Jahr auf einen klassischen Star-Trek-Vortrag in seiner Weihnachtsvorlesung am 15. Dezember im Hochschul-Audimax verzichtet. Stattdessen wird er über "Die Zukunft aus ‚Zurück in die Zukunft‘ ist jetzt!" referieren.

"Eines der Hauptziele unserer Star Trek-Vorträge ist es ja immer, dem Publikum aufzuzeigen, welche technischen Visionen der Science-Fiction-Autoren mittlerweile bereits Realität geworden sind, beziehungsweise wie groß die Chancen stehen, dass diese irgendwann tatsächlich realisiert werden könnten. Weil natürlich auch ‚Zurück in die Zukunft‘ ein diesbezüglich besonders ergiebiger Fundus ist, hatte ich schon länger die Absicht, den Film im Rahmen eines Vortrages aufzuarbeiten", beschreibt Zitt seine Motivation, sich ausführlich mit dem Thema zu beschäftigen. "Dass die im Film dargestellte Zukunft nun gerade in unsere heutige Gegenwart fällt, macht das Ganze natürlich besonders spannend und aktuell", so Zitt weiter.

Zitt, der am Standort Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern Technische Informatik , Mikrocontroller sowie Kommunikations- und Elektrotechnik lehrt, hat auch diesen Vortrag als Mischung aus wissenschaftlichen Betrachtungen und anspruchsvoller Unterhaltung ausgelegt. Dabei sind es zum einen die auch noch heute eher etwas utopisch anmutenden Visionen aus "Zurück in die Zukunft", wie fliegende Autos, fusionsgetriebene Zeitmaschinen oder minutengenaue Wettervorhersagen, mit denen sich Zitt in seinem multimedial unterstützen Vortrag beschäftigt. Zum anderen beleuchtet er filmische Fiktionen, die wie der Fingerprint-Scanner zum Öffnen der Haustür oder die Bildtelefonie mittlerweile bereits Realität geworden sind oder, wie etwa ein 3D-Projektor, kurz vor der Realisierung stehen.

Zitt beschränkt sich jedoch nicht nur auf einen Realitätstest, sondern geht noch einen Schritt weiter und behauptet, dass der Film letztendlich der Auslöser für die Entwicklung verschiedener Dinge aus der heutigen Zeit war. "Hiermit möchte ich auch veranschaulichen, dass sich Wissenschaft und gute Science Fiction durchaus gegenseitig inspirieren und befruchten können", erläutert er seinen Anspruch.

Bei der Premiere des Vortrag bei der diesjährigen Science-Fiction-Messe Fedcon im Mai in Düsseldorf gelang Zitt dies alles schon eindrucksvoll. Entsprechend erfreut war das Publikum. Seitdem nimmt Zitt die Besucher weiterer Veranstaltungen mit seinem Zurück-in-die-Zukunft-Vortrag mit auf seine spannende Zeitreise. Schließlich sind die Zitt-Vorlesungen nicht nur an seiner Heimathochschule sozusagen Kultveranstaltungen. Immer wieder wird er als Redner von großen Universitäten und Hochschulen, Unternehmen und sonstigen Institutionen eingeladen.

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