Närrischer Abend der ZFF : Ein närrisches Jubiläum mit hohem Spaßfaktor

Die Zweibrücker Fasenachts-Freunde haben bei ihrem elften närrischen Abend auch darauf hingewiesen, dass die Narretei in der Politik nicht minder verbreitet sei als im Fasching.

Familiär, witzig und ausgelassen: Das zeichnet seit nunmehr elf Jahren den närrischen Abend – also die Prunksitzung – der Zweibrücker Fastnachtsfreunde (ZFF) aus. In der Kultus-Halle in Rimschweiler gab es vor ausverkauftem Haus ein kurzweiliges Programm.

Gleich zu Beginn flogen den Tanzmäusen von der Homburger Narrenzunft die Herzen zu. Die drei- bis sechsjährigen Mädchen tanzten ein Märchen aus 1000 und einer Nacht. Der Niedlichkeitsfaktor war dabei sensationell hoch, was vor allem an den beiden jüngsten Mäusen lag, die herrlich verspielt und sehr spitzbübisch ihre Bühnenzeit genossen haben.

Klassisch dagegen das gereimte Protokoll vom ZFF-Sitzungspräsident Simon Nikolaus, der gekonnt den zahlreich anwesenden Städträten, Oberbürgermeister Marold Wosnitza und Bürgermeister Christian Gauf in seiner Rückschau noch einmal aufzeigte, dass Narretei in der Politik ebenso verbreitet ist wie im Fasching. Sein Pendant Andreas Bergmann (ZFF) zielte mit seinen Nachrichten dagegen eher auf die krachenden Pointen am Schluss zu. So ergab sich ein Programm, dass auch viele aktuelle Themen aufgriff.

Natürlich gab es auch viel Tanz. Egal ob nun die Garden und Funkenmariechen vom Förderverein des SV Battweiler und des Humoristischen Fastnachtsvereins Zweibrücken-Contwig (HFZ) oder der bunte und lebensfrohe Schautanz der Dancing Mamis der Clubgemeinschaft Hasensteig: Der Funke sprang über, es wurde mitgeschunkelt und frenetisch jeder Tanz bejubelt – die Stimmung war eines Jubiläums mehr als würdig. Dazwischen griff Nikolaus immer wieder mal zum Mikro und stimmte Fastnachtsevergreens an, die ebenfalls lauthals mitgeschmettert wurden.

In der Bütt gab es dann mit Sabrina Glas und Kerstin Amend alias Gertrud und Helga eine anarchische Zwei-Frau-Show mit Schenkelklopfern, flotten Sprüchen und natürlich reichlich Schelte für die „Mannsleit“. David Betz vom HFZ gab alias „de Siggi“ seine Neuigkeiten zwischen Kalauern und spontanten Gags zum Besten. Höhepunkt war – wie immer bei den ZFF – das Männerballet. Mal grazil, mal albern, aber immer mit dem nötigen Augenzwinkern und komplett uneitel zeigten sich die Männer dabei von ihrer besten Seite. Ohne Zugabe ging hier natürlich gar nichts.

Hernach ging es in der Bar noch bis zum frühen Morgen weiter, auch dafür sind die ZFF inzwischen bekannt. Nach diesem Jubiläum darf man sich auf die kommenden elf Jahre freuen.

 Das Männerballett der ZFF war eine Klasse für sich.
Das Männerballett der ZFF war eine Klasse für sich. Foto: ZFF

Am Programm mitgewirkt haben: Zweibrücker-Fasenachts-Freunde (ZFF): Präsident: Andreas Bergmann, Vize-Präsident: Karl-Heinz Lang. Prinzenpaar: Eike 1. und Lea-Michèle 1. (Eike Mache und Lea-Michèle Engelke), Sitzungspräsidenten: Andreas Bergmann, Eike Mache, Lea-Michèle Engelke und Simon Nikolaus. Protokollant: Simon Nikolaus, Nachrichtensprecher: Andreas Bergmann. ZFF-Schautanzgruppe „Die Schnatze Spatze“: Andrea Engelke, Laura Hauswald, Ruth Hauswald, Natascha Jeziorski, Dörthe Mache, Kirsten Mache, Tatjana Gundacker, Silvia Klein, Nina Fuhrmann, Lea-Michèle Engelke (Trainerin). ZFF-Männerballett: Andreas Bergmann, Tobias Bergmann,Ralf Engelke, Dominic Peterson, Jan Tüllner, Mirko Tüllner,Volker Grünagel, Eike Mache, Simon Nikolaus, Sascha Kojic. Trainerteam: Sabrina Hüther-Werner und Eike Mache. ZFF-Garde „Federfunken“: Eike Mache, Kim Gundacker, Maya Klein, Finja Klein, Dörthe Mache, Lea-Michèle Engelke(Trainerin). Gäste: VT Niederauerbach: Turngruppe. Club Gemeinschaft Hasensteig: Dancing Mamis mit Schautanz. Förderverein SV Battweiler: Funkengarde. KG Burgnarren Kirkel: Funkenmariechen Amy-Sue Sattler. Humoristischer Fasenachtsverein Zweibrücken/Contwig: Funkenmariechen Liv Nehlig und David Betz als Büttenredner „Siggi“. Homburger Narrenzunft: Tanzmäuse mit Schautanz. Sabrina Glas und Kerstin Amend: Büttenrede als „Helga und Gertud“.