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Zeitreise durch Autotechnik aus vier Jahrzehnten

Zeitreise durch Autotechnik aus vier Jahrzehnten

Ob Käfer, Ente oder der Prinz 4 L – die Freunde des blankgeputzten Chroms kamen am Samstag so richtig auf ihre Kosten. Die weiteste Anreise hatte Josef Petreck, der seinem Porsche 914 vom Kreis Trier-Saarburg nach Zweibrücken gefahren hatte.

Auf eine Zeitreise begaben sich am Samstag die Besucher des Oldtimertreffens in der Zweibrücker Innenstadt. Prächtig herausgeputzt gab es Fahrzeuge aus gleich vier Jahrzehnten zu bewundern. Auch Petrus spielte mit und ließ den Chrom in der Sonne glänzen. Oldtimer sind Zeugnisse der Vergangenheit und wecken bei den Betrachtern Erinnerungen an ihre Jugend. So zumindest die Auffassung der zahlreichen Besucher, die es sich nicht nehmen ließen, von dem einen oder anderen Objekt ein Foto zu machen. Auf den Schnappschüssen sind auch so seltene Oldtimer wie ein Prinz 4 L oder ein Renault Caravelle zu sehen. Aber mit Käfer, Enten oder Kadetts waren auch Autos vertreten, die so mancher selbst schon gesteuert hat.

Während der Registrierung auf dem Goetheplatz wurden die Oldtimer , die mindestens 30 Jahre alt sein mussten, von Klaus Lambert vorgestellt. Danach konnten die Besitzer der Fahrzeuge an einem kleinen Oldtimer-Geschicklichkeits-Wettbewerb teilnehmen. Es folgte ein Rundkurs im fließenden Verkehr durch die Zweibrücker Innenstadt, den die Fahrzeuge gleich mehrfach passierten. Das nächste Etappenziel war der Schlossplatz. Dort übernahm Michael Maisch die Moderation. Viele Fahrzeuge waren zwischenzeitlich eingewiesen. Ebenso hatten sich nicht registrierte Oldtimer dort eingefunden, die sich lediglich präsentieren wollten. Die Zweibrücker Citymanagerin Petra Stricker schätzt deshalb die Anzahl der Teilnehmer auf über 120 Fahrzeuge. "Die Stellplätze auf dem Schlossplatz haben nicht ausgereicht", so Stricker, die eine überaus positive Bilanz des Tages zog. Diese Autos wurden auf dem nahe gelegenen Parkplatz des Oberlandesgerichtes platziert. Die Autohäuser Schneider und Haller, Deckert und die Saar-Pfalz-Garage/Kirkel hatten im Vorfeld ihre neuen Fahrzeuge in der Mitte des Herzogplatzes aufgestellt. Es gab aber nicht nur Technik zu bewundern - auch für passende Musik war gesorgt. Die Gruppen 2nd bridge blues band, The Rhythm Kings und die Rockabilly Hellraisers ließen die fünfziger Jahre wieder lebendig werden. Zudem fand in der Fußgängerzone ein Flohmarkt statt.

Zum Schluss zeichnete Rosenkönigin Katrin I. die Teilnehmer mit der weitesten Anreise und dem ältesten Fahrzeug aus.

Die weiteste Anreise hatte Josef Petreck, der mit seinem Porsche 914, Baujahr 1974, aus Wawern imKreis Trier-Saarburg angereist war. Das älteste Fahrzeug konnte Christian Schmidt aus Blieskastel präsentieren. Sein MG TA wurde 1937 gebaut. Nach dem Erfolg am Samstag plant die Citymanagerin ein weiteres Oldtimertreffen . "Bei der Veranstaltung kamen auch alle Plätze in der Innenstadt zur Geltung", macht sie deutlich, dass es damit gelungen, sei diese zu beleben, was auch einige Händler bestätigten, die am Nachmittag den ein oder anderen Euro zusätzlich in ihrer Kasse hatten.