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Zweckverband Entwicklungsgebiet Flugplatz Zweibrücken: Zef entscheidet: Firma Buch kann Betrieb erweitern

Zweckverband Entwicklungsgebiet Flugplatz Zweibrücken : Zef entscheidet: Firma Buch kann Betrieb erweitern

Abwasserbeseitigung des Flughafens wird nach Abstufung zum Sonderlandeplatz verkleinert.

Die Buch Lackiertechnik GmbH kann ihren Betrieb in der Luxemburger Straße erweitern. Die Versammlung des Zweckverbands Entwicklungsgebiet Flugplatz Zweibrücken (Zef) stimmte dem Satzungsbeschluss für eine Änderung des Bebauungsplans zu. Bei der erneuten Abwägung der Anregungen wurde die Stellungnahme der SGD-Abteilung Wasserwirtschaft zur Kenntnis genommen. Die übrigen 51 angeschriebenen Behörden hatten keine Anregungen.

Der Firma Schollenberger Kampfmittelbergung aus Celle hat die Zef-Versammlung die Kampfmittelsondierung im Bereich des Steitzhofs für rund 45 000 Euro übertragen. Hintergrund sind nach Angaben von Zef-Verwaltungsleiterin Annegret Bucher „konkrete Ansiedlungswünsche“ im südwestlichen Bereich des Gebiets. Dazu müssten eine Straße gebaut und Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt werden. Bevor diese Arbeiten beginnen können, muss das Gelände nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht werden. „Die Firma Schollenberger war bereits 2012/13 im Gebiet DOZ-Umfeld für den Zef tätig“, beantwortete Werner Mourer vom Zweibrücker Rechtsamt eine Anfrage von Matthias Nunold (Linke). „Wir waren mit der Arbeit zufrieden.“

Bei Starkregen kommt es in einem Abschnitt der Greenwichstraße zu Überflutungen. Bei einer Prüfung wurden Rohrbrüche festgestellt. Unterspülungen und Absenkungen könnten die Folge sein. „Aus diesem Grund ist der Bau eines öffentlichen Regenwasserkanals dringend erforderlich“, erklärte Mourer. Die Versammlung vergab den Auftrag für 267 000 Euro an die Firma Wolf + Sofsky aus Zweibrücken.

Die Abwasserbeseitigung des Flugplatzes Zweibrücken ist derzeit auf einen vollwertigen Flugbetrieb eines Verkehrslandeplatzes ausgelegt. Das bedeutet, dass der Zweckverband im Bereich der Anlagen der Abwasserbeseitigung vorhält, die nach der Abstufung zum Sonderlandeplatz nun mutmaßlich nicht mehr benötigt werden. Deshalb soll ein Ingenieurbüro prüfen, welche Anlagen noch gebraucht werden und ob deren Dimensionierung an die Entwicklung angepasst ist. „Das bedeutet nicht, dass wir die Bauwerksgeometrie verändern“, betonte Verbandsgemeindewerke-Leiter Eckart Schwarz auf Nachfrage von Dirk Schneider (SPD). „Es soll nichts abgebaut werden, was bei einer anderen Entwicklung später wieder benötigt werden“, fügte die Zef-Vorsteherin, Landrätin Susanne Ganster (CDU), hinzu. Die Versammlung ermächtigte die Zef-Verwaltung Angebote einzuholen. Wobei Schneider und Karlheinz Bärmann (CDU) auch die Gebühren auf dem Zef-Gebiet auf den Prüfstand stellen wollen. Schließlich gehöre die Landebahn der Firma Triwo.