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Zahl der Unfälle in Zweibrücken im Jahr 2019 fast konstant geblieben

Polizei stellt Statistik für 2019 vor : Zahl der Unfälle in Zweibrücken fast konstant

Polizei stellt Unfallstatistik vor: 2019 gab es in der Rosenstadt keinen Unfall mit Todesfolge, dafür 26 Unfälle mit Schwerverletzten. Zwei Unfallschwerpunkte in der Stadt.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in der Stadt Zweibrücken ist im vergangenen Jahr fast auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Das erklärt die zuständige Polizeidirektion in Pirmasens in ihrer jetzt veröffentlichten Statistik. Demnach ereigneten sich 2019 im Gebiet der Rosenstadt 1292 Unfälle – 2018 waren es drei Unfälle weniger, also 1289. „Der Anstieg liegt innerhalb der normalen Schwankungsbreite und ist kein Hinweis auf einen negativen Trend“, verdeutlichten die Beamten.

Erfreulich ist, dass es 2019 keinen einzigen Unfall mit Todesfolge zu beklagen gab. Im Jahr zuvor waren bei vier Unfällen mit Todesfolge insgesamt fünf Menschen gestorben. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten ist dagegen deutlich angestiegen: von 16 im Jahr 2018 auf 26 im vergangenen Jahr, was einer Steigerung um 61,5 Prozent entspricht.

Betrachte man den Anteil dieser schweren Unfälle am Gesamtunfallaufkommen (2,01 Prozent), relativiere sich diese deutliche Erhöhung, erklären die Beamten. Die Quote von fast exakt zwei Prozent sei noch vergleichbar mit der Situation in der Nachbarstadt Pirmasens (Anteil hier: 1,68 Prozent).

Überdies sei im Jahr 2018 in Zweibrücken der Anteil der Unfälle mit Schwerverletzten am Gesamtunfallaufkommen mit 1,24 Prozent sehr niedrig gewesen, „so dass die Erhöhung im Jahr 2019 fast zwangsläufig erfolgen musste“, interpretieren die Ordnungshüter diese Zahl.

„Sie hängt sicherlich auch mit dem glücklichen Umstand zusammen, dass es bei keinem einzigen schweren Unfall zu tödlichen, sondern ,nur’ zu schweren Folgen kam“, so die Polizei weiter.

Beim Blick auf die Ursachen der 26 Unfälle mit Schwerverletzten bestätige sich auch in Zweibrücken die schon seit Jahren landesweit feststellbare Entwicklung – nämlich, dass überhöhte beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache schwerer Verkehrsunfälle ist.

Ihr Anteil an der Gesamtzahl der 26 schweren Unfälle betrug im Jahr 2019 insgesamt 35 Prozent. Mangelnder Sicherheitsabstand und Missachtung der Vorfahrt (je 19 Prozent) waren die zweithäufigsten Ursachen.

Exakt gleichgeblieben ist 2019 die Zahl der Unfälle mit leichtverletzten Personen (je 111 Unfälle).

Im Jahr 2019 kam es in Zweibrücken zu 18 Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss. Dies ist ein Rückgang um fünf Fälle. Um einen Fall auf fünf Fälle zurückgegangen ist die Zahl der Unfälle unter Drogeneinfluss.

Die Teilnahme am Straßenverkehr unter dem Einfluss von Drogen entwickele sich derweil trotz der leicht rückläufigen Unfallzahl „zu einem immer größer werdenden Problem“, so die Beamten.

Bezogen auf den gesamten Dienstbezirk der Polizeiinspektion Zweibrücken kam es im Jahr 2019 zur Feststellung von 37 Fahrten unter Drogeneinfluss, die glücklicherweise nicht zu einem Unfall führten.

„Dass die leichte Verfügbarkeit von Drogen in Bezug auf die Sicherheit des Straßenverkehrs auch in Zweibrücken ein großes Problem darstellt, belegt auch die Tatsache, dass Beamte der Polizeiinspektion Zweibrücken im Jahr 2019 im gesamten Dienstbezirk 129 Strafanzeigen nach dem Betäubungsmittelgesetz erstatten mussten“, erklärt die Polizei. „Da ein Großteil der Beschuldigten zur Gruppe der Fahrerlaubnisinhaber zählt, ist die Problematik Drogen im Straßenverkehr ein immer mehr in den Fokus der Polizei rückendes Thema.“

Die Beamten der Polizeiinspektion Zweibrücken konnten im Jahr 2019 fast die Hälfte der Verkehrsunfallfluchten (insgesamt 46 Prozent) aufklären. „Nach der sehr hohen Aufklärungsquote im Jahr 2018 (rund 50 Prozent) ist auch dieser Wert überdurchschnittlich gut“, freuen sich die Beamten.

Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten in Zweibrücken sank 2019 um sieben Fälle auf 361. „Das ist zwar eine leichte Entspannung, bedeutet aber dennoch, dass sich nach wie vor täglich im Schnitt ein Verkehrsteilnehmer in Zweibrücken nach einem Verkehrsunfall seiner Verantwortung durch Flucht entzieht“, heißt es weiter.

„Der sehr erfolgreich arbeitenden Verkehrsunfallfluchtermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Zweibrücken gelingt es durch gute Ermittlungsarbeit und gezielte Öffentlichkeitsarbeit schon seit Jahren immer wieder, überdurchschnittlich viele Unfallfluchten aufzuklären“, machen die Ermittler aber deutlich, dass Unfallflüchtige ein recht hohes Risiko eingehen, aufzufliegen.

Mit 23 alkohol- oder drogenbedingt verursachten Verkehrsunfällen kam es im Jahr 2019 zu einem Rückgang zum Vorjahr mit 29 Unfällen. „Die Beamten der Polizeiinspektion Zweibrücken haben auch mit entsprechendem Überwachungsdruck diese Unfallursache bekämpft“, erklären die Ordnungshüter weiter.

So wurden bei zahlreichen Alkohol-/Drogenkontrollen (im gesamten Dienstbezirk der Inspektion) in insgesamt 109 Fällen Fahrer aus dem Verkehr gezogen, die mit zu viel Alkohol oder unter Drogeneinfluss am Verkehr teilnahmen. In weiteren 57 Fällen konnten die Beamten rechtzeitig eingreifen und eine entsprechende Fahrt unterbinden.

Neben der Unfallprävention wurde die Zweibrücker Polizei auch repressiv tätig. So wurden 2019 insgesamt 897 Mängelberichte ausgestellt, 1006 gebührenpflichtige Verwarnungen erteilt und 142 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Im Hinblick auf eine der Hauptunfallursachen „nicht angepasste Geschwindigkeit“ stellten die Beamten bei Laserkontrollen alleine im Stadtgebiet 65 Verstöße fest.

Anhand der Vergleichszahlen vom Vorjahr 2018 mit 169 Beanstandungen konnte keine Verbesserung des Anschnallverhaltens festgestellt werden. Es kam im Jahr 2019 zu 231 Beanstandungen in diesem Bereich.

Als Unfallschwerpunkte kristallisierten sich 2019 zwei Punkte in der Rosenstadt heraus: die Parkplätze am Fashion Outlet und die Rosengartenstraße. Dennoch sind die Zahlen für diese beiden Schwerpunkte leicht rückläufig. Am Fashion Outlet gab es 2019 insgesamt 55 Unfälle, 2018 waren es 66, 2017 60.

In der Rosengartenstraße verzeichneten die Beamten im vergangenen Jahr 24 Unfälle, so viele wie 2081; 2017 waren es dort 29 Unfälle. An beiden Standorten handelte es sich bei den Unfällen um Fehler beim Aus- und Einparken beziehungsweise Parkrempler.