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Zahl der Komasäufer in Zweibrücken hat zugenommen

Zahl der Komasäufer in Zweibrücken hat zugenommen

Im Raum Zweibrücken ist die Zahl jugendlicher Komasäufer gestiegen. Im Jahr 2012 kamen nach gestriger Mitteilung der DAK 23 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.

Alkohol bis zum Abwinken: Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt bundesweit ein Problem. In der Region Zweibrücken ist die Zahl jugendlicher "Komasäufer" gestiegen. Im Jahr 2012 kamen 23 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, so gestern die DAK. "Laut aktueller Landesstatistik nahm die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2011 um 15 Prozent zu. In der Altersgruppe der Zehn- bis 15-Jährigen mussten allein drei Kinder in einer Klinik behandelt werden."

"Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Alarmzeichen", mahnt Markus Semmet von der DAK Zweibrücken. "Seit 2000 haben die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen landesweit um 191 Prozent zugenommen." In der jungen Altersgruppe (zehn bis 15 Jahre) landeten 2012 laut DAK zum Beispiel 232 Kinder und Jugendliche im Krankenhaus, neun Prozent mehr als im Vorjahr.120 Jungen waren betroffen, 112 Mädchen.

Um ein Zeichen gegen das Rauschtrinken zu setzen, starte die DAK jetzt zum fünften Mal ihre Präventionskampagne "Bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen". Bundesweit würden mehr als 11 000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, darunter zahlreiche Schulen in der Region Zweibrücken. Als Schirmherr unterstütze der rheinland-pfälzische Sozialminister Alexander Schweitzer (SPD) die Aktion.

"Wenn Jugendliche im Kampf gegen Alkoholmissbrauch selbst Farbe bekennen, ist das besonders glaubwürdig", so Markus Semmet. "Wir hoffen, dass viele Schulen das Thema auf den Stundenplan setzen."