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Wohneigentumsquote in Zweibrücken bei 50 Prozent

Wohneigentumsquote in Zweibrücken bei 50 Prozent

(red) Wohnen in den eigenen vier Wänden: Vom Einfamilienhaus bis zur Eigentumswohnung - in Zweibrücken gibt es rund 8100 Wohnungen, für die keine Miete bezahlt werden muss. Denn ihre Eigentümer nutzen sie selbst. Die Wohneigentumsquote in Zweibrücken liegt damit bei rund 50 Prozent.

Das geht aus einer aktuellen Regional-Untersuchung zum Wohneigentum hervor, die das Pestel-Institut in Hannover gemacht hat.

Zum Vergleich: Im bundesweiten Durchschnitt liegt die Eigentumsquote bei knapp 45 Prozent. Damit sei Deutschland weit weg von einem "Wohneigentümer-Land" und lande im Europa-Vergleich lediglich auf dem drittletzten Platz, teilte das Pestel-Institut gestern mit.

Auch vor diesem Hintergrund sieht das Institut beim Wohneigentum in Zweibrücken "noch Luft nach oben". Denn es gebe eine neue "Verlierer-Generation": "Insbesondere die 25- bis 40-Jährigen können sich immer seltener ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung leisten. Immer mehr von ihnen sind gezwungen, zur Miete zu wohnen. Dabei gehören gerade die Jobstarter und Familiengründer eigentlich zur typischen Klientel für Wohnungskauf und Hausbau", sagt der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther. Immerhin handele es sich bei den Mittzwanzigern bis Enddreißigern um eine starke Bevölkerungsgruppe: Rund 6400 Menschen dieser Altersgruppe lebten in Zweibrücken. Ihre Chance auf Wohneigentum sei stark gesunken: "Bei den 25- bis 40-Jährigen ist die Eigentumsquote innerhalb von zwölf Jahren um 16 Prozent zurückgegangen", behauptet Matthias Günther. Er beruft sich dabei auf Zahlen aus dem neuesten Mikrozensus.

"Die eigenen vier Wände rangieren bei vielen zwar ganz oben auf der Wunschliste. Aber es hapert oft an guten Bedingungen für eine solide Finanzierung. Daran ist auch eine unsichere berufliche Perspektive schuld: Häufig werden gerade jungen Menschen nur Zeitverträge angeboten. Für einen Immobilienkredit wären allerdings unbefristete Jobs notwendig. Vor allem aber fehlt eine staatliche Unterstützung für Wohneigentum, das die Menschen anschließend für sich selbst nutzen", so Institutsleiter Matthias Günther. Mit der Abschaffung der Eigenheimzulage sei die letzte Förderung von Wohneigentum in Deutschland faktisch eingestellt worden. Und das schon vor elf Jahren.

Diese lange Phase der "staatlichen Eigenheim-Bremse" räche sich nun: "Wohneigentum ist nämlich ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge. Und die kommt bei vielen jetzt zu kurz. Immerhin ist die eigene Wohnung die einzige Alterssicherung, die - unabhängig von jeder Schwankung bei der Rentenhöhe - im Alter verlässlich genutzt werden kann", so Günther.

Deutsche Immobilien ließen bei ihrer Qualität und Langlebigkeit keine großen Reparaturen erwarten. Jedenfalls dann nicht, wenn vor der Rente noch einmal alles in Schuss gebracht werde. Rentner müssten sich deshalb um ihre eigene Wohnung auch nicht groß kümmern. "Sie haben damit für die gesamte Phase ihres Ruhestands die Sicherheit eines dauerhaften ‚Daches über dem Kopf‘ - ohne Angst vor einer Mieterhöhung oder Kündigung", sagt der Leiter des Pestel-Instituts.

Der Stellenwert, den die eigenen vier Wände im Alter hätten, ließe sich auch daran erkennen, dass es derzeit bei den Senioren, die auf staatliche Grundsicherung im Alter ("Alters-Hartz-IV") angewiesen seien, kaum Wohnungseigentümer gebe, heißt es in der Pressemitteilung des Pestel-Instituts weiter.