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Kommentar: Wie wichtig ist das Landgestüt?

Kommentar : Wie wichtig ist das Landgestüt?

Nun scheint die Förderung des Zweibrücker Landgestüts durch den Bezirksverband Pfalz also in trockenen Tüchern. Dessen zeigten sich Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder und sein Stellvertreter Klaus Weichel unter der Woche sehr gewiss.

Interessant sind zwei Einschätzungen der beiden, die man bei aller denkbaren Kritik am Bezirksverband teilen kann. Erstens: Geld fließt auch deshalb ausschließlich in die Infrastruktur, weil man nicht hundertprozentig vom Bestand der Einrichtung überzeugt ist. Zweitens: Das Landgestüt ist für die Einwohner der Rosenstadt nicht so identitätsstiftend und wichtig, wie es die Lokalpolitiker aller Couleur einmütig darstellen. Weichel hat Recht, wenn er sagt, viele Zweibrücker würden sich wohl gegen das Landgestüt und für die Rettung etwa des Schwimmbads (oder in den Vorjahren das Evangelische Krankenhaus, den Flughafen?) entscheiden – sollten sie vor die Wahl gestellt werden. Das Landgestüt ist für die Pferdefreunde und -besitzer wichtig. Die meisten Zweibrücker haben wenig davon. Viele Bürger aus der Region kennen es nicht mal.