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Wie der UBZ Zweibrücken für den Winter vorsorgt

Winterdienst Zweibrücken : Am Streuzalz wird’s nicht mangeln

Beim UBZ ist man für die kommende kalte Jahreszeit gerüstet.

Wer sorgt für eis- und schneefreie Plätze, Bürgersteige und besonders Straßen? Diese Frage könnte man sich stellen, wenn man frühmorgens entweder zur Fuß in Zweibrücken und Umgebung unterwegs ist oder sich mit dem Auto zum Arbeitsplatz begibt. Die Antwort: Es sind die 56 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umwelt- und Service-Betriebes (UBZ) in Zweibrücken die im Fall von Eis- und Schneeglätte für sichere Wege sorgen, indem sie den Schnee wegschieben und entsprechende Salzsole auf den Straßen mit ihren Fahrzeugen aufbringen.

 Steffen Mannschatz, Leiter des UBZ-Betriebshofes: „Für unsere Mitarbeiter gilt es schon früh aufzustehen. Wir arbeiten dann in zwei Schichten, wenn es die Witterung erfordert.“ Und diese beiden Schichten dauern dann jeweils neun Stunden. Die ersten Mitarbeiter der „Frühschicht" beginnen ihre Arbeit bereits um vier Uhr morgens. Die zweite Schicht ist dann ab 13 bis 22 Uhr im Einsatz. Rund 100 Kilometer Straßen und Wege gilt es dabei von Schnee zu räumen und von Eis zu befreien. „Dazu kommen auch Plätze“, ergänzt Christian Meyer, der Einsatzleiter „Winterdienst" des UBZ. 

 Noch sind keine Schneemassen und auch keine vereisten Straßen in Sicht. „Wir müssen natürlich gut vorbereitet sein für den Fall aller Fälle“, so Mannschaftz. Genauestens werden die Wetterdaten vom Deutschen Wetterdienst mit deren Werte aus den Stationen von Contwig und Kirrberg im Auge behalten. Drei große Fahrzeuge für das Aufbringen von einer Salzsole und von Salz stehen bereit. In einer großen Lagerhalle liegen rund 300 Tonnen Salz. Neben der Lagerhalle befindet sich ein großes Silo mit weiteren 120 Tonnen Salz. Hier wird das Salz mit Wasser gemischt und in die Fahrzeuge aufgefüllt. Dann kann es losgehen.

 Christian Meyer, UBZ Einsatzleiter „Winterdienst“, empfiehlt nicht nur, in der kalten Jahreszeit sein Fahrzeug mit entsprechenden Winterreifen umzurüsten, sondern er mahnt auch zu angepasster Fahrweise. „Wir sind mit unseren Mitarbeitern stets im Einsatz, wenn es um schnee- und eisfreie Straßen und Wege geht, aber in den frühen Morgenstunden oder Nachstunden kann ja nicht alles sofort abgestreut und von Schnee befreit sein.“ Er bittet zudem um Verstandnis, wenn der Schneepflug des Räumfahrzeuges einen kleinen Schneeberg von der Straße oder dem Weg einmal vor eine Einfahrt schiebt. „Wir bemühen uns schon, dass wir nicht Einfahrten auf Privatgrundstücken zumachen, aber irgendwie müssen wir die Straßen und Wege sauber halten.“ Die Kosten, die der UBZ für das Salz hat, liegen bei 78 Euro pro Tonne. Mannschatz: „Je nach Winter sind die Kosten unterschiedlich.“

 Gefährlich, darauf verweist Christian Meyer, ist auch die überfrierende Nässe, besonders an Unterführungen im Stadtgebiet von Zweibrücken. „Oft sind Autofahrer darauf nicht eingestellt. Also Vorsicht besonders in den ganz frühen Morgenstunden.“ Es dauert schon einige Zeit bis die Mitarbeiter des Umwelt-und Servicebetriebes Zweibrücken vor Ort sind und für Sicherheit durch die genannte Salzsole sorgen oder das Eis beseitigen.