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Wetter-Rückblick Mai für Zweibrücken und Umgebung

Wetter-Rückblick Mai : Der Mai war kühler und viel trockener als gewohnt

Nach den Eisheiligen drehte der Mai die Heizung auf. Zum Leidwesen der Natur blieb Regen wieder Mangelware. Im Juni macht das Wetter was es will.

Während der ersten Monatshälfte herrschte eher Kühlschrankniveau. Nachts sank die Temperatur unter Sternenhimmel stark in den Keller und es traten gelegentlich Bodenfröste auf. Besonders zu den Eisheiligen wurde es nochmals empfindlich kühl mit verbreiteten Frösten. Immerhin schaffte es die Sonne kurzzeitig mal die Luft auf frühsommerliche Werte zu erwärmen. Der Regen zu Monatsanfang und zu Beginn des Mittelabschnitts ließ die völlig ausgetrocknete Natur wieder zu Leben erwachen.

Nach den Eisheiligen strahlte zunächst nahezu ungehindert die Sonne und heizte die Luft tüchtig auf. In der Woche zu Christi Himmelfahrt erreichten die Temperaturen frühsommerliche 23 bis 27 Grad. Die Nächte wurden milder. Ausläufer eines kräftigen Atlantiktiefs bescherten uns im Schlussabschnitt nach längerer Durststrecke in Verbindung mit Abkühlung etwas Nass von oben. Anschließend feierte der Frühsommer ein neues „Comeback“.

Regionale Wetterdaten Das Mittel der Lufttemperatur lag im Mai mit 13,2 Grad Celsius um 0,4 Grad unter dem langjährigen Durchschnittswert. „Heiztage“ (Tagesmittel unter 15 Grad) gab es 22. „Vegetationstage“ (Tagesmittel 5,0 Grad und mehr) konnten 31 verbucht werden. „Frosttage“ (Tiefsttemperatur unter 0,0 Grad) gab es einen. „Bodenfrosttage“ (Tiefsttemperatur in fünf Zentimeter über dem Erdboden) zählte man aber nochmals acht. An 17 Tagen kletterte das Quecksilber auf 20,0 Grad oder mehr. „Sommertage“ (25,0 Grad und mehr) gab es fünf. Der tiefste Wert mit kalten minus 0,4 Grad resultierte am 12. Der höchste Wert dieses Monats wurde am 19. mit frühsommerlichen 27,1 Grad verzeichnet. Der niedrigste auf Meereshöhe reduzierte Luftdruck wurde am elften mit 1001,5 Hektopascal gemessen. Der höchste auf Meereshöhe reduzierte Luftdruck wurde am 26. mit 1033,9 Hektopascal gemessen. Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei mageren 37,1 Litern pro Quadratmeter. Das entspricht 52,3 Prozent des langjährigen Monatsmittels, also gerade mal die Hälfte. In Martinshöhe fielen im vergangenen Monat 40,3 Liter pro Quadratmeter, in Morlautern waren es 39,4 Liter pro Quadratmeter, in Zweibrücken waren es 31,9 Liter pro Quadratmeter und in Riedelberg an der französischen Grenze waren es 44,2 Liter pro Quadratmeter. Der Niederschlag konzentrierte sich auf sechs Tage. Der meiste Niederschlag fiel in Lambsborn mit 15,3 Litern pro Quadratmeter am 11.

An keinem Tag wurde hier  Nebel oder Gewitter beobachtet. Tage mit starkem Wind blieben ebenfalls Fehlanzeige. „Heitere Tage“ (Bewölkungsmittel unter 20 Prozent) gab es sieben. „Trübe Tage“ (Bewölkungsmittel über 80 Prozent) beobachtete man lediglich fünf. Die restlichen Tage lagen dazwischen. Zu insgesamt 48,9 Prozent war der Himmel während dieses Monats von Wolken überzogen (deutlich weniger als normal). Die Sonnenscheindauer erreichte 301 Stunden. Das entspricht 145,1 Prozent des langjährigen Mittels. Durchschnittlich schien sie an jedem Tag neun Stunden und 43 Minuten. Im Mai 2011 gab es mit 307 Stunden noch etwas mehr Sonnenschein. Gemeinsam mit März und April bildete der Mai 2020 mit insgesamt 788 Stunden den sonnenreichsten Frühling seit Beginn der Aufzeichnungen.

Michael Agne betreibt in Lambsborn eine Wetterstation.