Wer haftet, wenn's kracht?

Viele Autofahrer beschleicht ein mulmiges Gefühl, wenn sie ihr Kraftfahrzeug verleihen: Haftet die Versicherung auch für die Unfallschäden, wenn zum Beispiel ein Umzugshelfer oder die Nachbarin am Steuer saßen? Dass man seine Kinder der Versicherung als Fahrer melden muss, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, ist vielen bewusst. Doch nur 48 Prozent der Deutschen gehen richtigerweise davon aus, dass ihre eigene Kfz-Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommt, wenn man einem Freund für eine Gelegenheitsfahrt das Auto leiht und dieser damit einen Schaden an einem anderen Fahrzeug verursacht. Das ergab eine aktuelle Emnid-Studie im Auftrag der Nürnberger Versicherung.

"Ein Verleihen des Autos kann trotzdem teuer werden", erklärt Thomas Krummen von der Nürnberger Vericherung. Denn die Kfz-Haftpflichtversicherung müsse in diesem Fall zwar zahlen. Sie könne jedoch dem Versicherten eine Vertragsstrafe, meistens ein Jahresbeitrag, in Rechnung stellen, weil er seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen sei. "Ein fremder Fahrer muss der Versicherung gemeldet werden", so Krummen. Allerdings kommt man oftmals spontan in die Verlegenheit, sein Auto aus Gefälligkeit für eine kurze Fahrt zu verleihen. Ganz einfach geht dies mit der App "FahrerPlus", die sich die Kunden des Versicherers aufs Smartphone laden können. Mit der App kann man den Nutzerkreis seiner Autoversicherung erweitern: Bis zu fünf vom Halter benannte Fahrer können diesen Schutz bei Bedarf selbstständig freischalten.