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Vereine: Wenn aus dem Beruf eine Berufung wird

Vereine : Wenn aus dem Beruf eine Berufung wird

Tamara Vogelgesang kümmert sich im Zweibrücker Tierheim mit ihrer Kollegin um die Katzen. Das sind 30 bis 40 Tiere täglich.

Viele Menschen mögen sie und viele haben sogar selbst eine, sie sind das beliebteste Haustier unseres Landes und circa elf Millionen Mal in deutschen Haushalten vertreten. Die Rede ist von Katzen, denen in der vergangenen Woche mit dem Weltkatzentag im Kalender sogar ein eigener Tag gewidmet war. Doch wie es ist, jeden Tag den beliebten Vierbeinern viel Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken und das nicht nur bei einer Katze sondern bei gleich 30 bis 40, das ist der Alltag von Tamara Vogelgesang.

Sie ist eine von zwei Katzenpflegerinnen im Tierheim in Zweibrücken. Jeden Tag hegt und pflegt sie die vielen verschiedenen Katzen, welche über kurz oder lang im Tierheim verweilen. Sie kümmert sich um ihre Wunden und päppelt sie wieder auf, wenn es ihnen mal nicht so gut geht. Sie selbst sagt: „Tierpflege hört nicht auf, wenn wir heimfahren, man ist immer für die Tiere da.“ Tierpfleger zu sein ist mehr als nur ein Beruf, es ist vielmehr eine Berufung, welche sie mit sehr viel Leidenschaft verfolgt. Die Tiere sind ihr wichtig und Spaß macht ihr das zudem natürlich auch. Und das, obwohl die Tierpflegerin, die erst seit Mai diesen Jahres das Team des Tierheimes ergänzt, eigentlich vorher kaum mit Katzen zu tun hatte und sich eher als „Hundemensch“ bezeichnet hätte.

Sie selbst besitzt einen Hund, war von den Katzen aber dennoch gleich begeistert. Man baue mit der Zeit eine Bindung zu den Tieren auf und kümmere sich auch entsprechend um sie, eigentlich sei es schon fast wie bei kleinen Kindern. Die Arbeit im Katzenhaus ist umfangreich. Darunter fällt das Füttern der Tiere, das Säubern oder auch einfach mal mit ihnen zu spielen.

Doch trotz aller Arbeit, die täglich bei den Katzen zu erledigen ist, fällt der Abschied vom einzelnen Tier nicht immer leicht, auch wenn es jedes Mal wieder etwas Tolles ist, wenn eine Katze endlich in ein neues und hoffentlich endgültiges Zuhause vermittelt wird. Sich für die Katzenpflege zu entscheiden, da dort Leute gesucht wurden, bereut sie nicht. „Ich kann mir vorstellen, mir auch irgendwann eine Katze zuzulegen.“ Auch den Katzen geht es bestens, denn im extra Katzenhaus gibt es genug Platz für die verschiedensten Tiere.

Ob sie eine Lieblingskatze hat? – Den Kater Kalimero, ein sehr scheues kleines Sorgenkind, welcher sich nur von ihr anfassen lässt und es deswegen auch leider nicht auf das Bild geschafft hat und Jacky, eine absolut verschmuste Katze.