Weniger Jobs auf dem Flugplatz

Zweibrücken. 2520 Menschen waren Ende Dezember auf dem Areal des früheren amerikanischen Flugplatzes beschäftigt. Ende 2009 waren es hundert mehr. "Angesichts der Krise ist das nicht viel", sagt Oberbürgermeister Helmut Reichling. Deshalb sprach Reichling auch von einer "großen Stabilität"

Zweibrücken. 2520 Menschen waren Ende Dezember auf dem Areal des früheren amerikanischen Flugplatzes beschäftigt. Ende 2009 waren es hundert mehr. "Angesichts der Krise ist das nicht viel", sagt Oberbürgermeister Helmut Reichling. Deshalb sprach Reichling auch von einer "großen Stabilität". Die Zahl ist laut Reichling Beleg dafür, dass der Flughafen für die Unternehmen ein interessanter Standort ist. Nach dem Ende der Wirtschaftskrise erwartet der Oberbürgermeister, dass die Entwicklung auf dem Flughafengelände wieder nach oben geht. Auch in Zweibrücken rechnet er mit einer steigenden Nachfrage von Industrie- und Gewerbeunternehmen. Dem schließt sich der Leiter der Arbeitsagentur Pirmasens, Armin Schätter (Foto: pm), an: "Ich gehe davon aus, dass die Beschäftigtenzahl 2011 wieder anzieht." Auch wenn Deutschland 2010 besser als erwartet durch die Krise gekommen sei, sei noch "eine Zurückhaltung" zu spüren gewesen. Beim Blick auf die Zahlen wertet Schätter, dass es im vergangenen Jahr im sonstigen Gewerbe nach oben ging. Der große Einbruch resultiere aus dem Weggang des Callcenters twenty4help im Mutimedia-Internet-Park (wir berichteten). "Das passiert schon Mal." Wichtig sei es, dass neue Unternehmen die Stelle ausfüllen. In der Gesamtbilanz glich der Zuwachs bei den Style Outlets ein Teil aus. Dort wurde im Herbst der vierte Bauabschnitt eröffnet.Der trotz des Rückgangs "stabile Arbeitsmarkt" bestätigte dem Arbeitsagenturchef, dass auf dem Flugplatz insgesamt "krisenfeste" Arbeitsplätze entstanden sind. Gerade in der Region, bei der in den letzten Jahrzehnten durch den Rückgang in der Schuhindustrie und den Weggang der amerikanischen Streitkräfte Arbeitsplätze weggefallen waren, sei es wichtig, dass es Branchen gibt, die "resistent" sind.

Der Rückgang ist für Verbandsbürgermeister Kurt Pirmann noch "im Rahmen. Es gibt immer ein Auf und Ab." Dabei weist er daraufhin, dass Mitte des Jahres die Zahl der Beschäftigten unter 2500 lag. Insofern sei die Beschäftigtenzahl schon in der zweiten Hälfte angestiegen. Trotz des Weggangs des Callcenters in dieser Zeit. "Wir haben die Krise hervorragend bewältigt", kommentiert Pirmann die Zahlen. Und es werde auf dem Flugplatzareal weiter aufwärts gehen.