Weniger Besucher im Badeparadies

Zweibrücken. Das Zweibrücker Badeparadies hatte voriges Jahr die niedrigste Besucherzahl seit 2002, als das Hallenbad nach einem Umbau Mitte Februar wieder eröffnet wurde. Rund 294 000 Besucher kamen 2009, 246 000 nutzten das Bad und 48 000 die Sauna

Zweibrücken. Das Zweibrücker Badeparadies hatte voriges Jahr die niedrigste Besucherzahl seit 2002, als das Hallenbad nach einem Umbau Mitte Februar wieder eröffnet wurde. Rund 294 000 Besucher kamen 2009, 246 000 nutzten das Bad und 48 000 die Sauna. "Das ist leider so", bedauert Badeparadies-Betriebsleiter Ingo Baumann (Foto: pma) den Rückgang um 7,5 Prozent gegenüber 2008. Ein Grund sei die Wirtschaftskrise. "Den Leuten fehlt das Geld." So ging die Besucherzahl im Saunabereich um 14,5 Prozent zurück, im Bad um 5,7 Prozent. Baumann verhehlt auch nicht, dass das neue Freizeitbad in Neunkirchen Besucher wegnimmt. Die Eröffnung des Bades in St. Ingbert 2007 oder des Wellness-Centers im Hilgard-Center 2008 hätten sich damals weniger ausgewirkt. Mit mehr Werbung für das Angebot, den Service noch verbessern und den hohen Stand der Sauberkeit behalten, nennt Baumann Punkte, um die Gäste wieder zurückzugewinnen. Aber der Blick in andere vergleichbare Freizeitbäder von Ramstein über Pirmasens, Dahn, Bad Dürkheim oder Hockenheim zeige, dass auch diese Einrichtungen Besucher in der Größenordnung von sieben bis zehn Prozent verlören, sagt Baumann. In diesem Jahr würden die energiesparenden Maßnahmen weitergeführt, erklärt der Betriebsleiter. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Unterwasserbeleuchtung auf LED-Technik umgerüstet. Doch auch für die Gäste der Sauna gebe es nach der zweiwöchigen Betriebspause im Juni eine Neuerung. "Wir bauen eine Sauna in ein Sanarium, eine Biosauna um", kündigt Baumann an. Bei allen Maßnahmen müsse das Bad "die Balance zwischen Sparen und Attraktivität" finden. Die größten Kostenfaktoren sind die Energiepreise und das Personal. Der Verlust bewege sich im vergangenen Jahr auf dem Vorjahresniveau von 1,2 Millionen Euro, berichtet der Geschäftsführer der Zweibrücker Stadtwerke, Werner Brennemann.