Weiter viele Privatpleiten

Zweibrücken ist und bleibt unter den kreisfreien Städten hinter Pirmasens Spitzenreiter in negativer Hinsicht bei der Zahl der Privatinsolvenzen je 10 000 Einwohner. Das verdeutlicht die jüngste Auswertung des Statistischen Landesamts, das die ersten neun Monate 2014 analysiert hatte.

Sowohl in der Rosenstadt als auch im Landkreis Südwestpfalz haben zwischen Januar und September 2014 weniger Firmen Insolvenz angemeldet als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus der neuesten Auswertung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems hervor. Demnach sank die Zahl in Zweibrücken von neun auf vier Unternehmenspleiten. Im Landkreis verringerte sich die Zahl von 15 auf elf. Damit liegen beide im Landestrend, denn da waren es 2014 755, im Jahr davor notierten die Statistiker noch 853.

Dem weiteren Trend, dass auch immer weniger Privatinsolvenzen zu Buche standen (2948 anstatt 3274), folgte nur der Kreis (von 63 auf 40). In Zweibrücken kletterte die Zahl hingegen von 72 auf 77. Je 10 000 Einwohner kommt die Rosenstadt damit auf 22,6 Privatpleiten - nur in Pirmasens (33,4) sind es noch mehr. Unter den Landkreisen registrierte der Kreis Kusel den höchsten Wert (18,0). Den niedrigsten Wert aller kreisfreien Städte erreichte die Landeshauptstadt Mainz (4,1). Noch geringer war die Insolvenzhäufigkeit im Landkreis Cochem-Zell (2,5).

Von den beantragten Unternehmensinsolvenzen waren landesweit insgesamt 3530 Beschäftigte betroffen; die Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze ging damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 21,5 Prozent zurück. Auch die Summe der geltend gemachten Gläubigerforderungen verringerte sich; sie sank um sechs Prozent auf 473 Millionen Euro. Damit war jedes insolvente Unternehmen durchschnittlich mit 626 690 Euro verschuldet (Januar bis September 2013: 589 231 Euro).

Die meisten Insolvenzanträge landesweit stellten Unternehmen aus dem Baugewerbe (153 Firmen) und dem Wirtschaftszweig "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" (129). Mit großem Abstand folgten der Bereich "Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen" (85), das Gastgewerbe (69) und das verarbeitende Gewerbe (61).

Die Insolvenzhäufigkeit war in der kreisfreien Stadt Kaiserslautern mit 7,7 Unternehmensinsolvenzen je 1000 wirtschaftlich aktive Unternehmen am höchsten. Unter den Kreisen verzeichnete auch der Landkreis Kaiserslautern den höchsten Wert (10,4). Am niedrigsten war die Insolvenzhäufigkeit in der kreisfreien Stadt Pirmasens mit 2,4 Unternehmensinsolvenzen je 1000 Unternehmen. Von allen Landkreisen registrierte der Kreis Alzey-Worms den günstigsten Wert (2,2).