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Weiße Kaserne in Zweibrücken: Rege Teilnahme an Investoren-Wettbewerb

Zukunftsregion Westpfalz zieht Zwischenbilanz : Weiße Kaserne: Investoren geben ihre Angebote ab

Hans-Günther Clev, Geschäftsführer der Zukunfts-Region Westpfalz, zieht Zwischenbilanz nach Ende der Abgabefrist.

Der Aufruf des Vereins Zukunftsregion Westpfalz an Investoren, Vorschläge für die Entwicklung der Weißen Kaserne in Zweibrücken zu geben, hat rege Resonanz gefunden. Dieses Zwischenfazit zieht Hans-Günther Clev, Geschäftsführer der Zukunftsregion Westpfalz, auf Anfrage des Pfälzischen Merkur.

„Es gibt Angebote – interessante Angebote“, sagte Clev. Wieviele Angebote es genau sind, wollte er nicht sagen. Er begründete dies mit ungewünschten „Nebenwirkungen“, die dies auf den weiteren Prozess haben könnte.

Wüssten die Investoren, die ihr Angebot abgaben oder der Eigentümer der Weißen Kaserne, wie viele Interessenten es im einzelnen seien, könnte sich dies in der Preisfindung ungewollt niederschlagen.

Sprich, der Eigentümer könnte, mit dem Wissen, dass es womöglich viele Interessenten gibt, den Verkaufspreis nach oben treiben beziehungsweise, die Investoren könnten versuchen, den Preis zu drücken, wissend, dass es unter Umständen nur wenige Mitbieter gibt.

Daher nur die allgemeine Aussage von Clev: Angebote sind eingegangen. Und sie haben Substanz.

Es gelte, mit großem Bedacht die Angebote zu durchforsten. „Wir brauchen kein zweites evangelisches Krankenhaus“, merkte er, bezugnehmend auf die derzeitigen öffentlichkeitswirksamen Ereignisse aktuell am Himmelsberg, an.

Um bei den Angeboten zur Weißen Kaserne Qualität zu bekommen, habe die Zukunftsregion Wetpfalz gefordert, dass weder Investoren alleine ein Angebot abgeben dürfen, noch Architekten alleine.

„Wir wollen sowohl finanzielle Referenzen sehen, wie auch gestalterische“, machte Clev deutlich, dass beide Aspekte bedient werden müssten, wolle man zum Zuge kommen.

Weder akzeptiere man einen Anbieter, der nur schöne Entwürfe ohne finanzielles Rückgrat biete, noch einen Investor, der genügend Geld im Beutel habe, aber nur auf den schnellen Euro abziele und nicht eine Aufwertung der Weißen Kaserne verfolge.

Die Abgabefrist für die Vorschläge war, wie im Merkur berichtet, der 7. Mai. Mitte August werde dann von den interessantesten Anbietern verlangt, dass sie ihren Vorschlag detailliert ausarbeiten. Und am 13. Oktober werde eine Jury dann den Sieger küren.

Die Zukunftsregion Westpfalz stellt insgesamt 30 000 Euro Preisgeld zur Verfügung. An die Nummer Eins gehen 15 000 Euro, der Zweitbeste erhält 10 000 und der Dritte 5000 Euro. Der Noch-Eigentümer Bernd Hummel aus Pirmasens (der in all den vergangenen Jahren die Weiße Kaserne nie so entwickeln konnte, dass die Stadt zufrieden gewesen wäre) wird laut der Regularien beim Verkauf zwar die Rangfolge berücksichtigen, er ist aber nicht daran gebunden: Auch der Verkaufspreis, den ein Investor bereit ist zu zahlen, könne ein Kriterium für Hummel sein, der den Verhandlungsabschluss spätestens drei Monate nach Beendigung des Wettbewerbs vollziehen werde.