1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Was Mainz plant, ist in der Stadt schon Realität

Was Mainz plant, ist in der Stadt schon Realität

Mit einer Pilotstudie wirbt die Landesregierung für energiebewusste Renovierungen und Sanierungen an den Schulen in Rheinland-Pfalz . Kernaussage: Ein besserer Heizstandard rechnet sich auch wirtschaftlich. Oder mit den Worten von Professor Wolfgang Schreiber von der verantwortlichen FH Kaiserslautern: "Man sollte also klotzen statt kleckern

Zweibrücken. Mit einer Pilotstudie wirbt die Landesregierung für energiebewusste Renovierungen und Sanierungen an den Schulen in Rheinland-Pfalz (wir berichteten). Kernaussage: Ein besserer Heizstandard rechnet sich auch wirtschaftlich. Oder mit den Worten von Professor Wolfgang Schreiber von der verantwortlichen FH Kaiserslautern: "Man sollte also klotzen statt kleckern." Für die Zweibrücker Stadtverwaltung kein Grund, großen Wirbel zu machen. "Im Prinzip haben wir hier diese Dinge auch im Blick", sagt Schuldezernent Rolf Franzen (Foto: pma). Die Schulen seien bereits jetzt im Vergleich zu anderen Kommunen im Land "in einem relativ guten Zustand", betont Franzen auf Merkur-Anfrage. Ex- Baudezernent Jürgen Kroh (beide CDU) habe sich bereits bemüht, "jedes Jahr vier Millionen Mark in die Schulen zu stecken". Diese Leitlinie habe man beibehalten.Allerdings dürfe man jetzt "das Kind nicht mit dem Bade ausschütten", warnt der Schuldezernent. Denn "wir haben aktuell kein Objekt, bei dem diese rigorosen Maßnahmen Platz greifen könnten". Man werde sicherlich nicht anfangen, nur im Hinblick auf mögliche Energieeinsparungen eine tadellos funktionierende Heizanlage herauszureißen und zu ersetzen. Aber natürlich bei fälligen Neu-Investitionen in Energieversorgung und Bausubstanz der Schulen dafür sorgen, dass zukunftsfähig und eben energiesparend gebaut werde. "Das muss sich natürlich rechnen." Schon vor einigen Jahren, betont Franzen, habe die Stadtverwaltung ein Institut beauftragt, sich die städtischen Gebäude in Zweibrücken im Hinblick auf den Energieverbrauch anzuschauen. "Deren Honorar war, dass sie einen Teil des eingesparten Geldes bekommen haben", erinnert sich Franzen. Bedeutet: Die Firma hatte ein vitales Interesse daran, genau hinzuschauen.

Als letzten Punkt nennt Franzen die Erziehung des Nachwuchses zu energiebewusstem Verhalten. Dazu habe es in der Vergangenheit schon Energiespar-Projekte in den Zweibrücker Schulen gegeben. Künftig werde man wohl weitere auf den Weg bringen.