Warten auf die Engländer

Und? Schon in London gewesen? Also nicht auf eigene Faust im Auto, mit dem Zug oder dem Schlauchboot, sondern ordnungsgemäß mit Ryanair? Warum? Weil die Fluglinie aktuell von den 85 Prozent Auslastung, die nötig sind, um die Strecke wirtschaftlich betreiben zu können, noch ein gutes Stück entfernt ist. Deswegen muss man sich noch keine Sorgen um die Zukunft der Verbindung machen

Und? Schon in London gewesen? Also nicht auf eigene Faust im Auto, mit dem Zug oder dem Schlauchboot, sondern ordnungsgemäß mit Ryanair? Warum? Weil die Fluglinie aktuell von den 85 Prozent Auslastung, die nötig sind, um die Strecke wirtschaftlich betreiben zu können, noch ein gutes Stück entfernt ist. Deswegen muss man sich noch keine Sorgen um die Zukunft der Verbindung machen. Aber man kann doch das Seine dazu beitragen, dass der unschlagbar einfache Weg, britische Touristen in die Region zu locken, möglichst lange offen bleibt. Denn Tourismus-Ströme brauchen Zeit. Werbekampagnen sind das Eine, aber mit der mündlichen Propaganda zufriedener, am besten sogar begeisterter Reisender erreicht man am Ende vielleicht mehr. Bis das funktioniert, hat eigentlich jeder Bewohner der Region die angenehme Pflicht, sich gelegentlich in London blicken zu lassen. Vielleicht könnte er hier und da unauffällig Zweibrücker Propaganda-Material hinterlassen. In englischer Sprache, versteht sich. Die Info-Blättchen sollten sich dann vom Flughafen Stansted aus wie von Geisterhand vermehren in Taxen, Hotels, Zügen und Sehenswürdigkeiten. Vielleicht wird es den deutschen Fluggästen sogar mit vereinten Kräften gelingen, eine Ryanair-Eigenheit zu unterbinden, die bei den Flügen am Dienstagmittag und Mittwochmorgen glücklicherweise nur einmal zu hören war: die schrille Fanfare, die alle Passagiere wissen lässt, dass der Flieger, in dem man sich gerade befindet, pünktlich gelandet ist. Nur eine Fanfare? Obwohl beide Flüge pünktlich waren? Ja, genau. Das Geräusch ist nämlich, wie Ryanair-Pressesprecherin Anja Seugling sagt, keinesfalls verpflichtend. Die Mannschaft kann das selber entscheiden. "Nach der Stimmung an Bord." Wie das genau funktioniert, weiß auch Anja Seugling nicht in Worte zu fassen. Aufgabe daher für die nächsten Monate: Die Stimmung an Bord genau beobachten, Notizen machen. Den Zusammenhang finden. Weitersagen. Danke. Und guten Flug!