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Waldjugend Zweibrücken Junior Ranger

mmmm : Experten für die Natur ihrer Heimat

Nach einer Ausbildung und einer Prüfung dürfen sich jetzt zwölf Kinder der Waldjugend Zweibrücken Junior-Ranger nennen.

Stolz strahlen sie um die Wette, die zwölf frisch gebackenen Junior-Ranger der Waldjugend Zweibrücken. Gerade haben sie eine kleine Abschlussprüfung hinter sich gebracht, bei der sie erzählen mussten, was sie im Verlauf ihrer Ausbildung gelernt haben. Dabei ging es um die Tiere im Wald, die Bäume, das gesamte Biosphärenreservat Pfälzer Wald und darum, wie man einen Kompass benutzt.

Für letzteres marschierten die kleinen Experten im Alter von acht bis zwölf Jahre während ihrer Ausbildung einmal gemeinsam durch den Fasaneriewald. Nach der kleinen Abschlussprüfung gab es endlich die heiß ersehnten T-Shirts, die Urkunde und die Anstecker, mit denen nun jeder erkennen kann, dass es sich um waschechte Junior-Ranger handelt.

Bei den Kindern der Waldjugend Zweibrücken handelte es sich um die erste feste Junior-Ranger-Gruppe, die im Rahmen des Junior-Ranger-Programms des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen über mehrere Monate ausgebildet wurde. Die Junior-Ranger sind ein bundesweites Bildungs- und Freizeitangebot, das Kindern die Möglichkeit bietet, sich aktiv für Natur- und Umweltschutz einzusetzen.

Normalerweise wird dies als Camp in den Schulferien durchgeführt. Doch für die Ausbildung über mehrere Monate (die Gruppe startete im August) profitierten die Kinder auch vom Wechsel der Jahreszeiten. In 15 Einheiten, die über alle Jahreszeiten verteilt waren, vermittelte Dieter Müller, Produktleiter für Waldinformation, Umweltbildung und Walderleben beim Forstamt Westrich, spannende Informationen über die Umwelt und insbesondere in der Region.

Die angehenden Junior-Ranger lernten viel über das Biosphärenreservat, worum es dort eigentlich geht und welche anderen Schutzgebiete es gibt. „Wichtig ist, dass sie wissen, was im Biosphärenreservat lebt und welche Bäume die wichtigsten sind und diese entsprechend zuordnen zu können, etwa durch die Rinde“, erklärte Dieter Müller.

Die theoretische Ausbildung fand eingebettet in die Gruppenstunden im Gruppenraum der Waldjugend in Zweibrücken statt. Für die Praxis ging es dann natürlich raus in die Natur. Unterstützt wurde er dabei von Hans Frenkle, Betreuer bei der Waldjugend Zweibrücken. Für ihn war das Pilotprojekt ein voller Erfolg. „Wir sind begeistert“, fasste er am Samstagnachmittag bei der Abschlussveranstaltung zusammen.

Begeistert zeigten sich aber auch die Junior-Ranger selbst. „Mir gefiel so gut wie alles. Besonders spannend fand ich aber, wie man die Nadel am Kompass einnordet“, berichtete der zehnjährige Florian Jankovic. Der zwölfjährige Tizian Wolfer konnte dem nur zustimmen: „Es war eine spannende Zeit, alles kennenzulernen.“ Das Programm wird im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen übrigens gemeinsam mit dem Partnernetzwerk für die Bildung für nachhaltige Entwicklung und mit Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz umgesetzt.

Weitere Infos bei Vorstand Jan Sumpe, Tel. (0151) 29 25 50 21, Mädchen-Gruppenleiterin Silke Jankovic, Tel. (01 77) 38 49 828, Jungen-Gruppenleiter Florian Faust, Tel. (01 52) 32 02 70 19.