Vorschusslorbeeren für Pirmann

Zweibrücken. Kurt Pirmann hat bisher lediglich erklärt, Gespräche mit der Zweibrücker SPD über eine Oberbürgermeister-Kandidatur zu führen (wir berichteten). Doch schon erntet der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land Zustimmung

Zweibrücken. Kurt Pirmann hat bisher lediglich erklärt, Gespräche mit der Zweibrücker SPD über eine Oberbürgermeister-Kandidatur zu führen (wir berichteten). Doch schon erntet der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land Zustimmung."Ich kann Kurt Pirmann nur ermuntern, über eine Kandidatur nachzudenken, und sich dann positiv zu entscheiden", erklärt der frühere Oberbürgermeister Hans Otto Streuber. Streuber charakterisiert Pirmann als "Mann, der anpackt, der entscheidet, und die Entscheidung umsetzt". Deshalb wäre Pirmann "ein sehr geeigneter Kandidat". Auch der SPD-Stadtrat Walter Rimbrecht würde es begrüßen, wenn Kurt Pirmann für die SPD antreten würde. Nach einem Oberbürgermeister Helmut Reichling, der von Visionen rede, komme mit Pirmann "einer, der was macht. Das ist die einzige Chance für die Stadt". Zudem würde damit die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Südwestpfalz und der Landesregierung wieder besser werden.

Der Stadtverbandsvorsitzende der SPD, Fritz Presl, bestätigt, dass mit Pirmann über eine Kandidatur geredet wird. Bis zum Jahresende sollen die Gespräche abgeschlossen werden. "Dann machen wir Landtagswahlkampf und danach wird entschieden", erläutert Presl den Zeitplan. Zur Frage, ob Pirmann der Favorit der Partei für die Oberbürgermeister-Kandidatur ist, sagt Presl: "Unsere Personaldecke ist nicht klein. Wir können mit einigen Leuten Gespräche führen."

Bei der CDU bleibt es dabei, dass erst nach der Landtagswahl im März über den Oberbürgermeister-Kandidaten entschieden wird. "Das haben wir zu Beginn des Jahres gesagt. Und daran ändert sich nichts. Auch wenn sich die SPD jetzt bewegt", sagt der Kreisvorsitzende Michael Wöhler. Auch intern sei es "nicht das große Thema". Pirmann schätzt Wöhler als "profunden Kenner der Kommunalpolitik in der Verbandsgemeinde und im Landkreis." Es bleibe abzuwarten, wie er sich in der Stadt durchsetzen kann.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Eckhart Schiller meint, dass alle, die gegen Pirmann antreten, "sich warm anziehen müssen". Mit der populären und hemdsärmeligen Art sei Pirmann für viele Menschen wählbar. Auch die Fraktionsvorsitzende der FDP, Ingrid Kaiser schätzt Pirmann als "verlässlichen, anpackenden" Politiker. Bei der FDP sei die Oberbürgermeisterwahl noch kein Thema. "Da besteht noch kein Handlungsbedarf." Deshalb sei die Frage über einen eigenen Kandidaten zu früh.

Was sagt Amtsinhaber Helmut Reichling? "Als Oberbürgermeister darf ich mich nicht zu Kandidaten äußern." Zudem habe noch keine Partei einen Kandidaten benannt. Er selbst trete wieder an. Auch wenn Pirmann gegen ihn antrete, "passt weiter kein Blatt Papier zwischen uns", betont Reichling. An der Zusammenarbeit ändere eine Kandidatur nichts. Der Oberbürgermeister schätzt Pirmann als "fähigen uns beliebten" Politiker.