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Von der Sternwarte aus Sonnenfinsternis betrachten

Von der Sternwarte aus Sonnenfinsternis betrachten

Eine Sonnenfinsternis ist immer ein herausragendes Ereignis. Einst dachten die Menschen bei einer Sonnenfinsternis, die Welt gehe unter. Heute wissen die Erdbewohner: Der Mond schiebt sich zwischen Sonne und Erde hindurch, wobei der Mondschatten die Sonne verdeckt.

Bei dieser Finsternis am Freitag jedoch nicht ganz, nur zu rund 75 Prozent. Der Zweibrücker Augenarzt Dr. Rolf-Dieter Schad warnt: "Versuchen Sie nie eine Sonnenbeobachtung ohne entsprechend zugelassene Filter! So genannte SoFi-Brillen gibt es wahrscheinlich bei jedem Augenoptiker." Prinzipiell seien auch die Brillen von der Sonnenfinsternis 1999 noch zu verwenden - vorausgesetzt, sie sind nicht beschädigt. "Die größte Finsternis herrscht in Zweibrücken um 10.36 Uhr", bestätigt Schad.

Zu diesem außergewöhnlichen Ereignis wird der Naturwissenschaftliche Verein seine Sternwarte auf dem Hochschul-Campusgelände ab neun Uhr am Kreuzberg öffnen. Sollte der Himmel auch abends klar sein, wird die Sternwarte auch nach Einbruch der Dämmerung für weitere Beobachtungen geöffnet.

Aus der Sicht eines Betrachters wandert der Mond im Verlauf der Finsternis vom rechten zum linken Sonnenrand und überdeckt dabei einen entsprechend großen, oberen Teil der Sonnenscheibe. Die nächste komplette Sonnenfinsternis ist in Deutschland erst wieder 2081 zu sehen. > Seite 22: Weiterer Bericht