Von der Schreiblust gepackt

„Einzelsocke“, nennt sich das Erstlingswerk von Isabelle Wolf. Die in Zweibrücken geborene Autorin hatte nie vor, einen Roman zu schreiben und kam dann doch dazu „wie die Jungfrau zum Kind“. Am Dienstag, 24. Februar, liest sie daraus in der Merkur -Geschäftsstelle vor.

Die meisten Autoren schreiben ein Buch, weil sie Spaß am Schreiben haben. Bei Isabell Wolf war es ein wenig anders: Sie schrieb ihren ersten Roman und entdeckte dabei die Freude am Schreiben. Wie sie dazu kam? "Wie die Jungfrau zum Kind", sagt sie selbst schmunzelnd. Tatsächlich schrieb sie zunächst Kolumnen, durch die der Verlag "LangenMüller" auf sie aufmerksam wurde und ihr ein Angebot machte: Wenn sie Lust hätte, dürfte sie einen Roman ähnlich ihrer Kolumnen verfassen, allerdings müsste sie innerhalb von drei Monaten ein fertiges Manuskript mit einem Umfang von etwa 300 Seiten liefern.

Isabell Wolf sagte zu und begab sich damit auf einen Schreibmarathon, der kaum eine Pause zuließ. Um das zu schaffen, setzte sich die hauptberufliche Lektorin für Sachbücher und nebenberufliche Inneneinrichterin feste Schreibzeiten vor. Bei aller Disziplin gab es sie dann doch, die Durchhänger und Schreibblockaden.

Isabell Wolfs persönliches Rezept: "hinsetzen und weitermachen". Vom Verlag vorgegebene Eckpunkte kamen ihr bei der Ideenfindung entgegen, der Rest ist der eigenen Fantasie entsprungen und beinhaltet sowohl erfundene als auch autobiografische Elemente. Den vorgegebenen Zeitrahmen hat sie tatsächlich eingehalten und ganz nebenbei ist auch etwas anderes passiert: Sie hat die Freude am Schreiben entdeckt, mit den Figuren gespielt und sich an die selbst geschaffene Familie gewöhnt. "Ich hätte nie gedacht, dass es wirklich Spaß macht", beschreibt sie und gibt zu, dass sie sich selbst nie zugetraut hätte, eine längere Geschichte zu schreiben.

Doch seit dieser Erfahrung hat sie die Schreiblust gepackt, schreibt Kindergeschichten und arbeitet sogar an einem Fortsetzungsroman zu "Einzelsocke". Dieses Mal allerdings in ihrem ganz eigenen Tempo und ohne Zwang, denn "man hat ja dazu gelernt".

Und so kann Isabell Wolf sogar beim Schreiben entspannen. Doch bis es soweit ist, gibt es ja auch noch das Erstlingswerk "Einzelsocke", das im vergangenen Jahr auch als Taschenbuch erschienen ist. Darin erzählt sie die Geschichte ihrer Hauptfigur Askia, die sich zwischen Pärchen und Familiengründung im Freundeskreis als selbst ernannte "Einzelsocke" immer noch auf der Suche nach dem Mann fürs Leben befindet. Auf dieser Suche probiert sie Kurioses und Witziges aus, wie etwa eine Online-Dating-Plattform. "Einzelsocke ist bewusst so tiefgründig gehalten wie ein Teller Suppe", beschreibt Isabell Wolf ihr eigenes Werk mit einem Lachen. "Es soll einfach nur lustig sein und Emotionen wecken, dann hat es seinen Zweck erfüllt, das ist das Wichtigste für mich", erklärt sie.

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Auf einen BlickWie witzig "Einzelsocke" tatsächlich ist, kann jeder selbst erfahren, denn am 24. Februar liest Isabell Wolf im Pressezentrum des Pfälzischen Merkur daraus vor. Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist wegen einer begrenzten Anzahl an Sitzplätzen notwendig. Telefon (0 63 32) 80 00-12. Das Buch ist ebenfalls im Pressezentrum für 8,99 Euro erhältlich und kann im Anschluss an die Lesung signiert werden. nlg