Viele kleine Räume

Schön sind sie, die neuen Räume des Kinderschutzbundes – aber auch sehr klein. Die Verantwortlichen befürchten Gedränge zu Stoßzeiten. Am vergangenen Samstag war Tag der offenen Tür im neuen Domizil.

Der Umzug von der alten Feuerwache ins ehemalige Bauamt in der Maxstraße/Ecke Gymnasiumstraße ist geschafft. "Es waren doch recht chaotische Wochen", sagt Franziska Linse, stellvertretende Vorsitzende beim Kinderschutzbund. Jetzt wird ein den verästelten Räumen entsprechender neuer Rhythmus gesucht, der es auch in den neuen Räumen möglich macht, die Arbeit flüssig und effizient zu leisten. "Platz haben wir weniger, aber das Ambiente ist sicher ansprechender und schöner", wird betont.

Alle Zimmer sind beheizt, die hygienischen Voraussetzungen sind einwandfrei, die Lebensmittelausgabe ist mit separatem Zugang eingerichtet. Die Anzahl kleinerer Räume hintereinander hat hier Vor- und Nachteile: Man kann das Sortiment in den Räumen übersichtlicher auslegen, das Gedränge in den Räumen wird bei maximalem Betrieb jedoch größer werden. Insofern ist der Vorstand nicht ganz glücklich damit. Hinzu kommt, dass aus Platzmangel keine Möbel mehr vermittelt werden können. "Wir suchen nach einem Ausweg, wenigstens Kleinmöbel wieder anbieten zu können", sagt Franziska Linse.

Und in Erwartung einer wachsenden Anzahl von Menschen, die an der Armutsgrenze oder darunter leben müssen und der zunehmenden Anzahl von Migranten, die nach Zweibrücken kommen werden, wird es überhaupt eng werden mit dem Platz. Da sind also zunächst mal Organisationstalent und Flexibilität gefragt. Oder es muss letzten Endes über erweiternde Maßnahmen nachgedacht werden. Gleiches gilt für die Anfahrt mit dem Auto, Parkplätze sind rar hier an zentraler Stelle. "Wir verhandeln mit der Stadt um einige reservierbare Parkplätze ", heißt es, "von dreien ist die Rede".

Am vergangenen Samstag war Tag der offenen Tür in den neuen Räumen des Kinderschutzbundes. Die Besucher waren angenehm überrascht. Die meisten freiwilligen Helfer klagten jedoch sehr über die Enge. Während die geräumige Küche hell und voll funktionsfähig ist: Ein großer Pluspunkt, denn die vielen Ehrenamtlichen, die zum Teil ganztägig arbeiten, brauchen Erholungspausen. So wird man die nächsten Tage und Wochen abwarten müssen, wie sich die Lage entwickelt. Fürs erste haben die Mitarbeiter des Kinderschutzbundes jedenfalls alles im Griff.