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Viel zu spät an Mitarbeiter gedacht

Viel zu spät an Mitarbeiter gedacht

Wenn ein Gesprächspartner einem Journalisten nichts sagen oder namentlich nicht genannt werden wollen, hat der das zu akzeptieren. Das aber hat Susanne Liebold, Sprecherin des Klinikträgers LVIM, am letzten Öffnungstag des Evangelischen Krankenhauses nicht gereicht.

Sie machte klar, dass im Gebäude sogar ein Ansprechen von Angestellten unerwünscht sei. Man müsse warten, bis Gesprächspartner das Haus verließen, solle aber besondere Rücksicht auf deren Befindlichkeit nehmen. Eine Selbstverständlichkeit, die aus dem Mund der LVIM-Frau wie Hohn wirkt: Hat es ausgerechnet der diakonische Träger jahrelang versäumt, seinen Angestellten reinen Wein einzuschenken, sich einen feuchten Kehricht um deren Engagement, Herzblut, Leistung und Befindlichkeit gekümmert. Vielmehr wurden die Angestellten getäuscht, Horrorpläne scheibchenweise zugegeben. Und die Klinik zuletzt eiskalt, sachlich und nüchtern abgewickelt. Dass sich die Angestellten am Freitag so schlecht fühlten, das ist alleine die Schuld des LVIM.