Viel Zotiges, aber auch Feinsinn

Die Zuschauer in der Festhalle erlebten ein Feuerwerk an Gags beim Auftritt der beiden aus dem Radio bekannten Komödianten Zeus und Wirbitzky. Zwar gab es auch feinere Nuancen, aber Vieles war eher rustikal.

Eine ausverkaufte Festhalle, zwei Radiocomedians und jede Menge Lacher. Das erlebten die Zuschauer am Mittwochabend in Zweibrücken bei der neuen Bühnenshow der beiden Radiomoderatoren Michael Wirbitzky und Sascha Zeus . Die Macher der nach ihnen benannten SWR3-"Morningshow" und Preisträger des Deutschen Radiopreises 2011 sorgten mit Gags, Zoten und bekannten Figuren aus ihrer Sendung für zweieinhalb Stunden Heiterkeit, präsentiert vom Pfälzischen Merkur. Fulminant schon der Auftakt. Zur Titelmelodie von James Bond schreitet Michael Wirbitzky auf die Bühne, die nur mit zwei großen Bildschirmen und einer Sitzgelegenheit für die beiden Protagonisten ausgestattet ist. Während Wirbitzky adrett ins Licht tritt, stolpert Zeus im pinken Ballettröckchen auf die Bühne.

Viele bekannte Figuren aus dem Radio hatten die beiden Moderatoren im Gepäck und schlüpften im Laufe des Abends in die einzelnen Rollen. "Peter Gedöns", "Kathrin Viertaler" oder auch "Old Plapperhand" gaben jede Menge Gags zum Besten.

Darüber hinaus spielten sich Zeus und Wirbitzky durch Alltägliches, angefangen bei pubertierenden Jugendlichen, die sich mit der Produktion von YouTube-Videos eine Fangemeinde schaffen und das unaufgeräumte Jugendzimmer nur dann in Ordnung bringen, wenn selbst das W-Lan-Signal vom Internet nicht mehr durch das Chaos durchkommt, bis hin zum keifenden Ehepaar, welches beim gemeinsamen Fernsehabend lästernd von Programm zu Programm springt. Hier parodierten die Comedians auch den "Marken-Check" der ARD und verglichen das Christentum mit dem Islam in den Kategorien "Aussehen", "Geschmack" und "Fashion". Letztere sorgte für schallendes Gelächter, als Sascha Zeus in einer Burka auf die Bühne kam und den Catwalk machte. Noch lauter war das Gelächter, als es im Vergleich um Bademode ging und Zeus die Burka vom Leib riss und nur noch eine "Borat"-Badehose anhatte.

Mit kleinen Videoeinspielungen wurden die Umziehpausen der Künstler überbrückt. Auch hier konnte die Show den ein oder anderen Lacher einfahren.

Auch das Publikum wurde interaktiv eingebunden. Sei es durch ein Quiz oder auch durch Aktionen auf der Bühne, bei denen die Kandidaten auch mal in ein Bienenkostüm schlüpfen mussten.

Am Ende gab es drei Zugaben von dem Duo, welches im Radio eine große Fangemeinde hat und Gags perfekt inszenieren kann. Auf der Bühne schwankte das Niveau zwischen Stammtischzoten und feinem Humor. Ein paar weniger flache Gags und mehr von den Kultfiguren aus dem Radio hätte der Show aber sicher keinen Abbruch getan.