Viel Zeit für einander haben

Zweibrücken. "Weihnachten soll für uns das Fest der Ruhe und der Besinnlichkeit sein" erzählt Dagmar Pohlmann und ihr Mann Norbert fügt hinzu: "Deswegen setzen wir uns auch nicht dem Stress aus, Geschenke oder einen Weihnachtsbaum kaufen zu müssen

Zweibrücken. "Weihnachten soll für uns das Fest der Ruhe und der Besinnlichkeit sein" erzählt Dagmar Pohlmann und ihr Mann Norbert fügt hinzu: "Deswegen setzen wir uns auch nicht dem Stress aus, Geschenke oder einen Weihnachtsbaum kaufen zu müssen." Die Pohlmanns leben auf dem Zweibrücker Kreuzberg und obwohl sie einige Dinge, die vielerorts zwingend zum Weihnachtsfest gehören, nicht für unbedingt notwendig halten, sind dem Ehepaar gewisse Rituale in der Adventszeit sehr wichtig. "Zu keiner Zeit im Jahr sehen wir uns so oft wie jetzt", sagt Dagmar Pohlmann und beschreibt, wie die beiden 52-jährigen den Heiligen Abend genießen: "Für diesen Tag überlegen wir uns ein ganz besonderes Gericht, meistens ein indisches, und das bereiten wir dann gemeinsam zu."Häufig nutzt das kinderlose Ehepaar die Adventszeit auch, um Verwandte zu besuchen, was auf Grund längerer Strecken ansonsten nicht so oft geht. "In einem Jahr fahren wir zu meinen Eltern nach Osnabrück, im nächsten dann zu den Schwiegereltern", sagt Norbert Pohlmann, gelernter Biologe und Mitglied des Zweibrücker Stadtrats. Und noch eine Leidenschaft haben die Pohlmanns, die sie zu Hause in Zweibrücken ausleben können: Weihnachtsmärkte in der Region. "Der Adventsmarkt in Blieskastel wird immer liebevoll aufgebaut", schwärmt Norbert Pohlmann. Und dass auch die Nachbarschaft zu Weihnachten näher zusammen rückt, beschreibt seine Frau: "Mit Unmengen von Keksen werden wir hier jedes Jahr versorgt. Und die sind unglaublich lecker."Ihr ungewöhnlichstes Weihnachtsfest haben die Pohlmanns in den Niederlanden erlebt, wo das Ehepaar sechs Jahre in Den Haag gelebt hat. Die Lehrerin Dagmar Pohlmann erinnert sich: "Dort kommt der Nikolaus am 6.Dezember mit dem Dampfboot am Hafen an und wird in einem feierlichen Umzug durch die ganze Stadt begleitet. Dabei verteilt er Nüsse und Obst, abends gibt es dann bei den Familien Geschenke. Den Heiligen Abend am 24. Dezember gibt es dort gar nicht."