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Victor's Unternehmensgruppe plant mit Hotel und Pflegeeinrichtung in Zweibrücken 150 Arbeitsplätze

„Victor’s“-Pläne für das Ex-Parkbrauerei-Gelände in Zweibrücken : „Wir schaffen rund 150 Arbeitsplätze“

Peter Müller, Sprecher des Victor’s-Konzerns, spricht im Merkur über das Bauprojekt auf dem ehemaligen Park-Areal. In Zweibrücken werde etwas völlig neues geschaffen, das Vorbildcharakter für das gesamte Unternehmen haben könne.

„Wir betreten in Zweibrücken völliges Neuland“, sagt Peter Müller. Der Sprecher der Unternehmensgruppe Victor’s nennt auf Anfrage des Pfälzischen Merkur Details zu dem geplanten Bauprojekt auf dem früheren Gelände der Parkbrauerei in Zweibrücken.

„Völliges Neuland“ sei das Vorhaben deswegen, weil Victor’s erstmals an einem Standort ein „Vier-Säulen-Konzept“ realisiere. Die vier Säulen sind das Hotel, ein Bereich für Betreutes Wohnen, eine Pflegeeinrichtung sowie ein Komplex, in dem die Mitarbeiter untergebracht werden können, erklärt Müller.

Zum Hotel befragt, sagt der Sprecher, dass manches erst im Laufe der Bauarbeiten entschieden werde. „Die Marktanalyse bezüglich der Zimmerkapazität ist gemacht, wir werden zwischen 80 und 100 Zimmer anbieten“, sagt Müller. Dies sei für die Verhältnisse der Victor’s-Gruppe, die aktuell 13 Hotels betreibt (siehe Infokasten) ein „Hotel der mittleren Größe“. Wie viele Sterne das Haus in Zweibrücken zieren werden, sei noch nicht endgültig klar, es werde mindestens ein „3- Sterne Plus-Haus“ werden, eventuell auch ein „4-Sterne-Haus“.

Man wolle Gäste ansprechen, „die einen längeren Aufenthalt in der Region planen“, erläutert Müller. „Das Outlet-Center, der Rosengarten, das Gestüt, die Biosphäre, die Nähe zu Frankreich – damit wollen wir bei den Gästen punkten“, zählt er auf. „Französisches Flair“ quasi vor Zweibrückens Haustür erleben, das sei ein Aspekt. Natürlich sei das Fashion Outlet als Einkaufsmagnet sehr wichtig.

Müller bedauert es, dass es in Zweibrücken nur noch einen zurechtgestutzten Flugplatz gibt und dass die Berlin-Verbindung weg ist. „Schade, dass der Flughafen weg ist. Da hätten wir in Berlin für unser Hotel in Zweibrücken werben können. Von Berlin nach Zweibrücken, diese eine Stunde Flug, das wäre ein Argument gewesen. Gäbe es den Flughafen noch, hätten wir in Zweibrücken über eine ganz andere Hotelgröße nachgedacht“, verdeutlicht der Sprecher.

Aber auch so werde das Bauprojekt in Zweibrücken bedeutsam. „Wir schaffen rund 150 Arbeitsplätze“, macht Müller die Dimensionen deutlich.

Da unklar sei, wie viele Mitarbeiter aus Zweibrücken und der Umgebung man gewinnen könne, werde die vierte Säule, der Komplex für die Beschäftigten, erst zum Schluss verwirklicht – wenn feststehe, wie viele Personen tatsächlich den Bedarf haben, auf dem Areal, in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz, zu übernachten.

Wichtig sei es aber schon, so etwas anzubieten. In der heutigen Zeit, in der auch in der Hotellerie und im Bereich Pflege und Betreuung händeringend Personal gesucht werde, sei es ein Vorteil, solche Wohnungen im Portfolio zu haben, unterstreicht Müller.

Aber wie gesagt: Diese vierte Säule werde zuletzt gebaut. „Wir fangen mit dem Seniorenheim, dem Betreuten Wohnen und dem Hotel an“, nennt der Victor’s-Sprecher die Reihenfolge. Zum genauen Zeitplan, wann alles stehen wird, kann Müller aktuell noch keine Auskunft geben: „Es hängt davon ab, wann der Spatenstich vorgenommen wird.“ Investor Manfred Schenk, der das Bauprojekt verwirklicht und den gesamten Komplex später an Victor’s vermietet, sprach vor kurzem im Pfälzischen Merkur davon, dass das Hotel bereits im Jahr 2022 eröffnet werden könnte. „Dafür müsste der Spatenstich dann in diesem Sommer erfolgen“, betont Müller.

Dann könnte – mit einem Puffer – 2022 das Hotel seine Pforten öffnen. Es soll übrigens nicht nur ein Hotel ausschließlich für Gäste, die dort übernachten, werden. Müller: „Wir wollen unser Restaurant auch für die Zweibrücker öffnen.“ So werde etwa geprüft, auch in der Rosenstadt einen Sonntagsbrunch anzubieten, wie er beispielseise im Victor’s-Hotel in Saarbrücken am Deutsch-Französischen Garten angeboten wird; dieser Brunch wird von der Bevölkerung rege in Anspruch genommen.

Auch die Frage, ob ein möglicher Spa-Bereich für Tagesgäste geöffnet werde, zähle hierzu. Und auch das Thema Tagungen im Victor’s sei noch nicht geprüft. „Wir bauen flexibel“, lässt dies der Sprecher offen. Fest stehe: Zweibrücken habe regelrechten Pilotcharakter für das Unternehmen. Wird das Vier-Säulen-Konzept in der Rosenstadt gut angenommen, werde dies „auf jeden Fall“ Vorbildcharakter für weitere mögliche Projekte haben.