Nach Erfolg 2017 Veranstalter sieht trotz wachsender Konkurrenz rosige Zukunft für Zweibrücker Oktoberfest

Zweibrücken · 1500 Besucher allein am Samstagabend beim Oktoberfest. Veranstalter sieht Zweibrücker Sause trotz Konkurrenz auch künftig stark.

 Im ausverkauften Festzelt bewiesen die Partygäste, dass man beim Zweibrücker Oktobefest so richtig feiern kann.

Im ausverkauften Festzelt bewiesen die Partygäste, dass man beim Zweibrücker Oktobefest so richtig feiern kann.

Foto: Thorsten Wolf

Ja, die Zweibrücker können Oktoberfest. Und das bewiesen sie am vergangenen Wochenende im großen Festzelt auf dem Schlossplatz. Gerade am Samstag gab es kein Halten mehr auf Tischen und Bänken, die Midnight Ladies aus Landshut sorgten für den „Sound of Oktoberfest“ und die 1500 Gäste im ausverkauften Zelt ließen es richtig krachen.

Wo wenigstens etwas Platz war, da wurde getanzt, je später der Abend, desto launiger wurde es. Mitten drin: Festwirt Thorsten Bruch. Mit dem Ergebnis des dreitägigen Treibens zeigte sich der Oktoberfest-Macher bereits zur gefühlten Mitte sichtlich zufrieden. „Ja, es läuft.“ Dem Umzug zurück in Zweibrückens Innenstadt am Schlossplatz, zwei Jahre lang hatte man auf der Rennwiese gefeiert, gewann Bruch viel Gutes ab. „Der Standort hier liegt einfach zentraler, die Rennwiese ist schwieriger zu erreichen.“ Die neue-alte Lage erweise sich auch für das Geschäft über Tag deutlich sinnvoller, so könne man gerade am Samstag einen Bummel durch die Stadt mit einem Besuch im Festzelt oder im Biergarten verbinden. Gerade in den setzte Bruch einiges an Hoffnung für den gestrigen Sonntag, an dem es über den Tag hinweg auf dem Festgelände vor allem sehr familienfreundlich zu. Bruch war sich aber auch sicher, dass die Band „Firma Holunder“ ab 16 Uhr bis zum Festende um 20 Uhr auch die Party-launigen bestens auf Trab halten werde.

Dass er sich gerade für den Samstagabend in Sachen Musik für die Midnight Ladies, die Band aus Bayern ist in der Region wahrlich nicht unbekannt, entschieden hatte, begründete Bruch recht einfach: „Ich wollte einfach noch mal eine Damen-Band ins Festzelt bringen, auch um zu schauen, wie das ankommt. Und ich glaube, die Stimmung gibt mir recht.“

Und da konnte man Bruch angesichts des Treibens im großen Festzelt nur zustimmen, mit jeder Stunde stieg am Samstagabend die Stimmung – die Lust auf „Feiern wie in Bayern“ scheint ungebrochen, kaum einer oder eine, die am vergangenen Wochenende nicht in Tracht oder Trachten-Variationen unterwegs war.

Ist der Bayern-Import damit immer noch ein echter Kassenschlager – oder läuft man als Veranstalter Gefahr, in Sachen Oktoberfest irgendwann den Bogen zu überspannen? Bruch: „Der Höhepunkt ist noch nicht erreicht. Natürlich gibt es inzwischen eine Vielzahl von Oktoberfesten. Da wird es irgendwann, wie bei Stadtfesten auch, einen Ausleseprozess geben. Aber die großen sind so attraktiv, dass sie überleben werden.“ Und was macht ein gutes Oktoberfest aus? „Das Ambiente, gute Musik, eiskaltes Bier.“ Und was macht Zweibrücken als guten Standort für ein solches Oktoberfest aus? „Ich weiß, dass die Zweibrücker gut und gerne feiern können. Und deswegen ist es mir auch eine Freude, hier als Festwirt an den Start zu gehen.“

Während Bruch über den ganzen Samstagabend hinweg ein waches Auge auf das Festreiben hatte, bewies Zweibrücken in der Tat, dass es richtig feiern kann. Lissy und Maren aus Contwig hielt es schon um kurz nach 22 Uhr nicht mehr auf den Bänken, und da lagen noch ein paar Stunden Party im Festzelt vor den beiden. „Das ist so klasse hier, die Stimmung, die Musik, die Party!“, begeisterten sich die beiden. Und von dieser Begeisterung gab es am Samstag jede Menge, die Midnight Ladies packten das ganz große Besteck aus und sorgten mit einem Mix von Stimmungsmusik bis Rockklassikern dafür, dass über den ganzen Abend hinweg die Stimmung rund um den Siedepunkt tanzte – und das ausgelassen bis spät in die Nacht.