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Über 8000 Besucher im Rosengarten

Über 8000 Besucher im Rosengarten

Der Besucher-Trend beim Herbst- und Gartenmarkt zeigt weiter nach oben. Kein Wunder, dass neben den Besuchern auch die Beschicker hochzufrieden waren.

Besucher auf dem Weg vom Haupteingang zu den Ständen des Herbst- und Gartenmarktes im Zweibrücker Rosengarten "stolperten" nahezu über den Stand an dem schwarz-rot-goldenen Bienen-Luxushotel. Hier zeigte Mika Roman vom Hochstellerhof bei Pirmasens den Aufbau seiner selbst gebauten, aufschraubbaren Wildbienen-Appartements. Außerdem erklärte der Wildbienenexperte, was man machen kann, um die Kokons vor Schädlingsbefall zu schützen.

Auf dem Markt herrschte reges Treiben. Hier wurden Hüte auf- und Jacken anprobiert, dort Ringe versuchsweise auf den Finger gezogen und über die Wirkung von Edelsteinen gefachsimpelt. Vom Stand des Wachenheimer Apfelguts Zimmermann mit seinem Cidre und Apfelsekt aus beobachtete Rosengartenchef Franz Abraham zufrieden das Marktgeschehen. Letztes Jahr hatte der Herbstmarkt mit 8000 Besuchern gegenüber dem Vorjahr bereits zugelegt, und diesmal zeichnete sich eine weitere Steigerung ab. Das Spätsommerwetter half, viele Leute anzulocken. Abraham: "Gleich morgens kommen ganz gezielte Einkäufer. Sie arbeiten an den verschiedenen Ständen ihren Zettel ab und drehen dann meist noch eine Inspirations-Runde." So wollten sich zahlreiche Besucher auf der Suche nach etwas Schönem und Nützlichen einfach inspirieren lassen. Aus vielen Taschen lugte mit dem grau schimmernden Zick-Zack-Kraut die aktuelle Trend-Pflanze hervor, wie eine Käuferin erklärte. "Heute schaue ich allein in Ruhe und kaufe ein. Morgen komme ich mit Bekannten noch einmal, um die Atmosphäre zu genießen", so die Bexbacherin Silvia Limbach am Samstag.

Elisabeth Schmitt hat sich für einen multifunktionalen Rechen entschieden, nachdem sie ihn getestet hat. "Er ist vielseitig einsetzbar und dabei ganz federleicht", freute sie sich. "Was man nicht alles machen kann - Ideen muss man haben", rief eine Besucherin mit Blick auf die bepflanzten Schuhe, elegante Pumps mit Strass-Steinchen, hochhackige Sommerschuhe oder ausgediente Stiefeletten.

Ähnlich staunte auch ein Metallarbeiter aus Zweibrücken über die ausgefallenen Metall-Kunstwerke aus Abfallmaterial: Dinos und Drachen, Tiere, Fahrzeuge, sogar Meister Joda boten eine breite Vielfalt.

Diese gilt auch für das kulinarische Angebot an selbst gemachten Marmeladen, Chutneys, Dips und Schmalzorten des "Streuobstwiesle". Alfred Grard aus Mehlbach ist hier Stammkunde und warb lautstark bei Passanten. "Probieren Sie, die Aprikose ist mild-fruchtig, die feurige Mango schön scharf."

"Wir haben sehr gut verkauft", strahlte Sabine Blinn-Cunningham von "Blumen Zeiten" (Hofenfelsstraße). Während sie zu den Stammbeschickern gehört, hat "Karin's Lädchen" aus Rieschweiler erstmals einen Standplatz ergattert. Mit Schmuck und halben, goldglänzenden Eierschalen-Leuchtern demonstriert das Team des Kreativladens, was sich aus dem gehandelten Material herstellen lässt. "Das ist gut gegangen und die Leute haben uns kennengelernt", freute sich Miriam Nietzschke. Sie will jetzt regelmäßig bei den Zweibrücker Märkten sein.