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UBZ will Winterdienst einschränken

UBZ will Winterdienst einschränken

Zweibrücken. In diesem Winter werden nach dem Vorschlag des Umwelt- und Servicebetriebs Zweibrücken (UBZ) einige Straßen weniger geräumt und gestreut. "Wir haben bei unserem Winterdienst auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadt zu beachten", erklärt UBZ-Vorstand Werner Boßlet (Foto: pm)

Zweibrücken. In diesem Winter werden nach dem Vorschlag des Umwelt- und Servicebetriebs Zweibrücken (UBZ) einige Straßen weniger geräumt und gestreut. "Wir haben bei unserem Winterdienst auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadt zu beachten", erklärt UBZ-Vorstand Werner Boßlet (Foto: pm).Allerdings könnte sich der Hauptausschuss in der nächsten Sitzung auch dafür aussprechen, alles beim Alten zu lassen, betont Boßlet. "Dann legen wir den neuen Plan beiseite und arbeiten nach dem alten Plan."

Doch den Stadträten müsste klar sein, dass die Kosten den städtischen Haushalt belasten. Nach dem alten Plan werden 350 Kilometer Straßen geräumt. Im neuen Plan sind es rund 80 Kilometer weniger. Auf der Prioritätenliste stehen weiter Krankenhäuser, Schulen und Versorgungseinrichtungen. "Busstrecken sind nicht mehr automatisch auf der Liste", sagt der Leiter des UBZ-Betriebshofs, Steffen Mannschatz. Es sei auch keine Verpflichtung, Busstrecken zu räumen und zu streuen.

Boßlet erläutert, dass der UBZ weiter mehr macht als gesetzlich gefordert. Es gebe Städte die weniger machen. "Verkehrswichtige und gefährliche Strecken", sind nach Auskunft Boßlets weiter die Kriterien für die Prioritätenliste.

Im vergangenen Jahr kostete der Winterdienst die Stadt rund 392 000 Euro. Aber die Kosten hängen im Wesentlichen vom Winter ab. Boßlet: "Und das können wir nicht vorhersehen." Der Umweltbetrieb berechnet nur die tatsächlich angefallenen Kosten für das Personal und das Salz. Fixkosten bleiben die Fahrzeuge.

Der UBZ ist zumindest gut gerüstet. 800 Tonnen Salz lagert in der neuen Halle auf dem Betriebsgelände. "Bei einem strengen Winter benötigen wir zwischen 800 und 1000 Tonnen Salz", sagt Mannschatz. Durch die neue Halle konnte der UBZ mehr und günstiger Salz einkaufen. Wobei Mannschatz darauf hinweist, dass der UBZ eine Salzlauge einsetzt. "Nur wenn die Temperatur unter zwölf Grad sinkt, reicht die Lauge nicht. Dann wird Salz gestreut."

Für den Winterdienst sind weiter rund 40 Mitarbeiter zuständig. Es stehen vier Großfahrzeuge mit Schneeschildern für die Straßen und ein kleines Fahrzeug für die Gehwege bereit. Zusätzlich gibt es ein Fahrzeug mit einem Aufsatz zum Streuen. "Wir müssen die wirtschaftliche Leistungs-

fähigkeit der Stadt beachten."

Werner Boßlet