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UBZ will Grundstück an Römerstraße in Zweibrücken verschöner

Neugestaltung : Das Dreieck soll schöner werden

„Grüner wird’s nicht!“ ist ein beliebter Ausspruch von Autofahrern, die an einer Ampel stehen und genervt sind. Bezüglich des Grundstücks an der Ecke Römerstraße/Mühlbergstraße in Zweibrücken ist es genau anders herum: Hier wird es sehr wohl bald grüner.

Dafür sorgt der UBZ (Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken). Der möchte das Grundstück, das in etwa die Form eines Dreiecks hat, aufwerten. Und zwar aus gutem Grund: Das Grundstück hat zuletzt ordentlich Federn gelassen. Im Rahmen der Ausbauarbeiten an der Römerstraße wurden mehrere Bäume gefällt, jetzt wirkt das Ganze dort recht trostlos.

Bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses (der diesmal in die Räume des UBZ verlegt worden war, wir berichteten) stellte Thomas Hoyer, Sachgebietsleiter für Grünplanung und Grünunterhaltung beim UZB, dem Gremium zwei Varianten vor, wie dieses Grundstück verschönert werden kann.

Hoyer blickte zuerst auf den relativ deutlichen Kahlschlag zurück, der im vergangenen Jahr dort stattfand. Der sei zum einen dem Umstand geschuldet gewesen, dass der Gehweg der Römerstraße neu gestaltet wurde – und die Bäume hätten im Wege gestanden. Allerdings müsse auch erwähnt werden, dass die Bäume ohnehin „einen unsicheren Stand“ aufgewiesen hätten und zwar wegen eines Pilzbefalls, der sie geschwächt habe.

Übrig sind jetzt nur noch drei Platanen, die auf der Seite des Grundstücks stehen, die der Mühlbergstraße zugewandt ist.

Die zwei Varianten, die der UBZ vorschlägt, um das Dreieck wieder aufzuwerten: erstens eine Rückversetzung in den alten Zustand; zweitens eine Neugestaltung.

Die erste Variante sehe vor, fünf neue Platanen auf dem Grundstück zu pflanzen. „Der Vorteil: Es wäre ein überschaubarer Aufwand“, so Hoyer. Der Nachteil: Auf dem Grundstück befinde sich, relativ oberflächennah, ein Felsgebilde. Wenn man größere Exemplare von Platanen dort setzen wolle, müsste der Fels in Teilen abgebrochen werden, damit die Wurzeln entsprechend tief ins Erdreich gehen könnten.

Der zweite Nachteil: Die noch bestehenden drei Bäume hätten, so Hoyer, „einen Wachstumsvorsprung von etwa 70 Jahren. Selbst, wenn wir dort größere Bäume einsetzen würden, könnten diese den Wachstumsvorsprung nicht einholen.“

Das ergäbe ein nicht ganz so schönes Bild, sagte Hoyer, der aus seinem Herzen keine Mördergrube machte und erkennen ließ, dass er die zweite Variante, eine Neugestaltung des Platzes, bevorzugt.

Diese Variante sieht vor, die drei bestehenden Platanen „als Kulisse“ stehen zu lassen und davor kleinere Bäume, möglicherweise Zierkirschen, einzusetzen, sowie, blockartig, Heckenabschnitte. Dazwischen könne Rasen gesetzt und Schotter verlegt, dazu ein Bank zum Verweilen aufgestellt werden. „Der Vorteil hier: Wir hätten eine deutlich gesteigerte Qualität bezüglich des Aufenthalts und der Nutzbarkeit“, so der UBZ-Mitarbeiter. Einziger Haken an der Sache: Die alte Variante schlage voraussichtlich mit rund 25 000 Euro zu Buche, die zweite Variante, die Neugestaltung werde mit 45 000 fast doppelt so teuer. Doch hatte Hoyer mit den Modellbildern, die auf die Leinwand projizierte, den Mitgliedern des Bauausschusses die Sache spürbar schmackhaft gemacht.

Die Fragen der Ausschussmitglieder gehörten dann auch eher in die Kategorie konstruktive Kritik. Thorsten Gries (SPD) etwa fragte nach dem Haushalt und den Mehrkosten. Norbert Pohlmann (Grüne) wollte wissen, was mit der Litfasssäule geschehen soll. Gertrud Schiller (CDU) sprach sich für die zweite Variante aus und fragte nach den Folgekosten. Kurt Dettweiler (FWG) lobte die parkähnliche Wirkung des „großartigen“ Planes.