Tschifflicker Dell schützen

Zweibrücken. Lärmschutz für das Naherholungsgebiet Tschifflicker Dell und der Erhalt seiner Biotop-verbindenden Funktion muss bei den Planungsschritten zur Erschließung eines Gewerbegebietes Truppacher Höhe (wir berichteten) absoluten Vorrang haben, fordern die Zweibrücker Grünen

Zweibrücken. Lärmschutz für das Naherholungsgebiet Tschifflicker Dell und der Erhalt seiner Biotop-verbindenden Funktion muss bei den Planungsschritten zur Erschließung eines Gewerbegebietes Truppacher Höhe (wir berichteten) absoluten Vorrang haben, fordern die Zweibrücker Grünen. Es gelte ein Konzept zu verhindern, das Vorgaben des Regionalen Raumordnungsplanes, des Flächennutzungsplanes der Verbandsgemeinde und Stellungnahmen der Oberen Landespflegebehörde einfach übergehe.Völlig nebulös bleibe, heißt es in einer Stellungnahme der Partei, welche Ansiedlungen in einem zukünftigen Gewerbegebiet vorgesehen sind und wie sie gegen das gültige Landesentwicklungsprogramm Landesentwicklungsplan IV durchgesetzt werden könnten.

Der vorliegende Bebauungsplan enthält eine Trassenführung, die nach Einschätzung von Grünen-Mann Norbert Pohlmann "massive Aufschüttungen im Randbereich der Tschifflicker Dell erfordert und dem Bundesnaturschutzgesetz insofern widerspricht, als ein Biotop-Vernetzungskorridor zerstört würde". Die vorliegende Planung würde zudem Verkehrslärm in die als Talkessel darunter liegende Tschifflicker Dell tragen.

In der Mitgliederversammlung des ZEF (Zweckverband Entwicklungsgebiet Flugplatz Zweibrücken) herrsche ein seltsames Vorgehen bei Abstimmungen, so Wolfgang Beer, Grüne-Liste-Mitglied dieses Gremiums: "Einwendungen der Oberen und der Unteren Naturschutzbehörde wurden nie erwähnt, Vorgaben des Flächennutzungsplanes und des Regionalen Raumordnungsplanes nie genannt." Es fehle an Transparenz - und Minderheitenvoten seien per Satzung nicht zulässig. Deshalb müssten die Abstimmungsmodalitäten von Zweckverbänden nach der Landtagswahl auf den Prüfstand, fordert Fred Konrad (Foto: pma), Landtagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen: "Zweckverbände sind Musterbeispiele fehlender demokratischer Beteiligung durch die kommunalen Gremien und intransparenter Hinterzimmerpolitik." Die Grünen fordern daher die Einbeziehung der Kritik von Landespflegebeirat und Naturschutzbehörden in die weitere Planung, Vorlage einer detaillierten Entwurfsplanung mit Darstellung notwendiger Aufschüttungen für die Erschließung sowie die Beteiligung der Bürger, "für die der Erhalt des Naherholungsgebietes Tschifflicker Dell höchste Priorität haben muss", so Konrad. red