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Ich lebe gerne in: TSC erinnert an die Bubenhauser Kerb

Ich lebe gerne in : TSC erinnert an die Bubenhauser Kerb

Die Anlaufstelle für die „Soziale Stadt“, die als Bindeglied zwischen den Menschen und den Ämtern dient, wird von den Einwohnern in Bubenhausen rege genutzt.

Eine Kerb gibt es in Bubenhausen schon seit Jahren nicht mehr. Das traditionelle Fest mit Schaustellern oder gar Straußbuben wird heute nicht mehr gefeiert. Von diesem sind nur noch die Erinnerungen wach, von denen die älteren Menschen in dem Stadtteil erzählen können. Sie werden sich am kommenden Montag beim TSC Zweibrücken einfinden, wo es zumindest die obligatorischen Leberknödel noch geben wird. Dann können auch die Jungen erfahren, wie früher die Bubenhauser noch ihre Kerb hochleben ließen.

Auch an den anderen Tagen wird rund um das Vereinsheim viel los sein. Besonders wenn die Mannschaften der Fußballer mit ihren Spielen an die Kerb erinnern. Am Samstag kämpft ab 13.15 Uhr die zweite Mannschaft in der A-Klasse gegen den SV Ruhbank um Punkte. Die Erste tritt um 15.30 Uhr in der Landesliga gegen den SV Herschberg an. Natürlich hoffen die Fans auf Heimsiege, um diese dann gebührend feiern zu können. „In dieser Saison gilt es, die Jugend zu integrieren“, erklärt TSC-Sprecher Stephan Heidenreich. Die Spieler seien sehr gut und eine optimale Verstärkung. Saisonziel sei ein einstelliger Tabellenplatz. Der Verein, der in Bubenhausen und Ernstweiler verwurzelt ist, sorge für die Integration vieler Nationen. Das bedeute sowohl soziales Engagement als auch ein Verständnis für die unterschiedlichen Kulturen, das beim Essen anfange. Integration sei keine Einbahnstraße.

Für das Stadtratsmitglied Berni Düker gelte es im Rahmen der „Sozialen Stadt“ auch, den TSC bei seinen integrations- und gesellschaftsverbindenden Aufgaben zu unterstützen und mit baulichen Investitionen zu helfen, die dem Gemeinwohl und damit dem Stadtteil zugute kommen. Insgesamt gehe es darum, den Ort noch einmal vernünftig aufzuwerten. Vor allem müssten die noch verbliebenen lokalen Unternehmen – insbesondere die Dienstleister zum Erhalt eines wohnungsnahen Waren- und Dienstleistungsangebots – gesichert werden. Ein weiteres Ziel sei die Förderung von Existenzgründungen und von lokalen Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Gemeinsam mit den Unternehmen gelte es, praktische Projekte zu initiieren, die den Entwicklungsprozess im Stadtteil fördern und damit den Standort stärken. Seit fast zwei Jahren gibt es in den Räumen der früheren Sparkasse eine Anlaufstelle für die Bubenhauser. Dort befindet sich auch eine Tauschbox für Bücher, Kleidung oder Geschirr. „Oft fungieren wir als Bindeglied zwischen den Menschen hier und den Ämtern“, berichtet Yvonn Weber. Das Büro werde von den Einwohnern gut angenommen. So gebe es hier inzwischen auch einen Sprachkurs und einen Männerstammtisch, der vom Beirat für Migration initiiert worden sei. Geplant sei jetzt vor allem, die Vereine im Ort noch stärker mit ins Boot zu holen. Sprechstunden haben die Quartiermanagerinnen dienstags und mittwochs zwischen elf und 13 Uhr im Büro, Friedrich-Ebert-Straße 10. nob