1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Truppacher Höhe: Wirbel um geänderte Fachmarktpläne

Truppacher Höhe: Wirbel um geänderte Fachmarktpläne

Die Truppacher-Höhe-Planer sind von den alternativen Gedankenspielen der Landesregierung und dem Zweckverband Flugplatzentwicklung Zweibrücken zur Entwicklung eines Fachmarktzentrums völlig überrascht worden.

So sieht das präsentierte Hilfsprogramm für Zweibrücken und die Region nach der Flughafen-Insolvenz als Alternative zum Fachmarktzentrum vor, dass sich Unternehmen rund um die Style Outlets auf der anderen Seite der A 8 ansiedeln. Diese Variante gilt dem Papier zufolge seit dem 6. August sogar als "favorisiert".

Walter Muth, einer der zuständigen Fachmarktplaner der Krause-Gruppe, zeigt sich auf Merkur-Nachfrage empört: "Ich kann Ihnen nicht folgen. Uns wurde das nicht kommuniziert. Ich glaube auch nicht, dass das stimmt." Man wolle wie geplant im Oktober oder November seine Mieterliste inklusive Bau- oder Möbelmarkt als Ankermieter präsentieren.

Landrat Hans Jörg Duppré und Zweibrückens Oberbürgermeister Kurt Pirmann erklärten auf Merkur-Anfrage gemeinsam: "Nachdem Max Bahr und Obi aus dem Baumarktsektor ausgeschieden sind, hat sich vieles in der dortigen ,Welt' verändert. In Gesprächen mit der Landesregierung, in der die Möglichkeit der zeitnahen Realisierung von Arbeitsplätzen ein Thema war, ging man davon aus, dass sich die Entwicklung Truppacher Höhe, die durch die Investoren Ende Oktober den kommunalen Spitzen präsentiert werden soll, Änderungen ergeben könnten. Wenn ein nicht schnell umsetzbares Konzept durch die Investorengruppe vorgestellt werden kann, wird man diese bitten abzuklären, welche Interessenten, die in den Bebauungsplan DOZ Umfeld passen, auf die andere Seite der Truppacher Höhe verlagert werden können." Duppré und Pirmann versichern: "Dies hat nichts mit der Aufgabe des Fachmarktzentrums Truppacher Höhe zu tun, sondern ist der Tatsache geschuldet, den Menschen der Region, die möglicherweise ihre Arbeitsplätze verlieren, eine schnelle Alternative bieten zu können." Die Krause-Gruppe sei "in den nächsten Wochen zu einem Gespräch eingeladen, bei dem diese Möglichkeiten erörtert werden sollen", erklären die beiden in ihrer Stellungnahme.