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Trotz Pirmann-Bitte: Ausschuss gegen neue Häuser in Schützenstraße

Trotz Pirmann-Bitte: Ausschuss gegen neue Häuser in Schützenstraße

Um die Schließung einer Baulücke im unteren Teil der Zweibrücker Schützenstraße gab es gestern im Bauausschuss der Stadt heftige Diskussionen. Schon als Oberbürgermeister Kurt Pirmann (SPD ) die Bauleitplanung vorlas, griff Grünen-Fraktionschef Norbert Pohlmann ein: Der Plan habe massive Reaktionen ausgelöst, die Eigentümer der Nachbarwohnungen fühlten sich überrumpelt. Im Abstand von 15 Metern vor den Balkonen sollten nun auf drei Grundstücken neue Gebäude errichtet werden - ob die Stadt da nicht noch mal das Gespräch mit den Anwohnern suchen wolle, fragte Pohlmann. Pirmann entgegnete, dass eine Verschiebung der Angelegenheit im Widerspruch zu dem stünde, was der Stadtrat schon beschlossen habe, denn das Verfahren sei ja schließlich schon eingeleitet worden. Dirk Schneider (SPD ) sagte dazu, dass sich einige Bürger nicht ordentlich gehört fühlten. Durch die geplante Bebauung in zweiter Reihe werde "eine grüne Lunge weggehauen". Schneider plädierte für eine einvernehmliche Lösung. In der Abstimmung votierten sechs Mitglieder des Ausschusses für eine Verschiebung der Abstimmung, sechs dagegen - damit war die Verschiebung abgelehnt.

Anschließend verlas Pirmann mehrere Stellungnahmen von Anwohnern, unter anderem mit den Argumenten des Naturschutzes, der Wertminderung oder den Zweifeln, dass hier wirklich bezahlbarer Wohnraum geschaffen würde. Organisationen, Behörden und Firmen hatten keine Einwände zum Bebauungsplan. Pirmann bat deshalb den Bauausschuss, dem Stadtrat vorzuschlagen, den Bebauungsplan zu billigen. Doch der OB biss auf Granit: Der Ausschuss lehnt die Bebauung mit acht zu sieben Stimmen ab. Endgültig entscheiden wird aber erst der Stadtrat.