Traditionstag der Feuerwehr Zweibrücken „Ihr seid immer da, wenn es brennt“

Zweibrücken · Mit dem Traditionstag hat sich die Stadt am Nikolaustag bei ihren Feuerwehrleuten bedankt.

Der Feuerwehr-Jugendnachwuchs und die Feuerwehraktiven marschierten gemeinsam  mit der Stadtkapelle an der Spitze nach dem offiziellen Teil im Rathaussaal hoch zum Weihnachtsmarkt bei der Alexanderskirche.

Der Feuerwehr-Jugendnachwuchs und die Feuerwehraktiven marschierten gemeinsam  mit der Stadtkapelle an der Spitze nach dem offiziellen Teil im Rathaussaal hoch zum Weihnachtsmarkt bei der Alexanderskirche.

Foto: Norbert Schwarz

Bis zum Nikolaustag am Mittwochabend waren die Feuerwehraktiven der Stadt Zweibrücken 379 mal im Einsatz. Den Frauen und Männern dankte dafür Oberbürgermeister Marold Wosnitza als Sicherheitsgaranten. Jeder in der Stadt wisse, dass die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sich rund um die Uhr um die Sicherheit der Mitbürger sorgen. Der Oberbürgermeister wörtlich: „Wenn der Melder piept, geht’s los!“

Der Nikolaustag ist bei den Zweibrücker Feuerwehrleuten Traditionstag. Dann sind alle Aktiven im Rathaussaal versammelt, spricht Oberbürgermeister Marold Wosnitza seinen Dank dafür aus, dass ehrenamtlich in den Feuerwehren und weiteren Hilfsorganisationen Menschen dafür bereit sind, im Ernstfall anderen zu helfen. „Es beruhigt mich zu wissen, dass ich auf euch zählen kann, wenn im wahrsten Sinne des Wortes die Hütte mal brennt“, stellte er anschaulich fest und zitierte eingangs seiner Dankesworte am Traditionsabend im Rathaussaal mit Fahnenabordnung, Ehrengästen und französischen Partnerfeuerwehrleuten den verstorbenen Altkanzler Helmut Schmidt, der einmal über die Feuerwehr gesagt hatte: „Ehrenamtliche Feuerwehrleute sind die zuverlässigsten und vertrauenswürdigsten Diener am öffentlichen Wohl. Ich habe sie erlebt als echte Staatsdiener.“ Dieser Feststellung, so der Zweibrücker Oberbürgermeister, könnte er sich voll und ganz anschließen: „Ihr seid immer da, wenn es brennt oder auch mal, wie vor einigen Wochen, wenn es zu knallen droht“.

Die Tage der Bobenentschärfung Mitte Oktober sind für den Zweibrücker Oberbürgermeister ein einschlägiger Beweis dafür gewesen, wie wichtig die gesamte „Blaulichtfamilie“ für die Stadt und ihre Bürger ist. Innerhalb kürzester Zeit seien die Aktiven von Brand- und Katastrophenschutz präsent gewesen, hätten die Gefahrensituation eruiert, Pläne erarbeitet, Evakuierungen vorbereitet und durchgeführt. Der Vormittag des 17. Oktober dieses Jahres ist für Oberbürgermeister Wosnitza deshalb auch ein Sinnbild für Organisation, Durchsetzungskraft Expertise, Kameradschaft und Hilfsbereitschaft, gewesen. „Jedes Zahnrad griff reibungslos in das andere!“

Der Nebengebäudebrand in der Tschifflik zum Jahresbeginn und einen Monat später der Brand in einem gastronomischen Betrieb im Hilgardcenter sind für den Oberbürgermeister weitere Einsätze gewesen, mit denen die Zweibrücker Löscheinheiten durch schnelles und umsichtiges Helfen nachhaltig unter Beweis zu stellen vermochten, Schlimmeres verhütet zu haben. Stattlich zudem die Zahl an Einsatzkräften und Fahrzeugen beim Waldbrand zwischen Pirmasens und Rodalben. Mit 69 Einsatzkräften, die in 22 Fahrzeugen rund zehn Stunden Hilfe leisteten, sei es möglich gewesen, einen verheerenden Waldbrand zu verhindern. „Wenn Hilfe benötigt wird seid ihr da, ob Zweibrücken, Pirmasens, Homburg oder im Kreis – ihr rückt aus und seid dort, wo man euch braucht.“

 Neben den realen Einsätzen würden die Übungseinsätze und die Weiterbildung viel Zeit im Feuerwehralltag beanspruchen. Wosnitza berichtete von allein 140 Übungsstunden und dankte insbesondere 24 Feuerwehrangehörigen, die bei Online- und Präsenzlehrgängen ihr fachliches Wissen erweiterten. Die Belastungen seien für alle enorm, doch stets seien die Helferinnen und Helfer mit großem Engagement bei der Sache. Alles, um sich fürs Allgemeinwohl einzusetzen. Oberbürgermeister Wosnitza nutzte deshalb auch den Abend, um für den Ehrendienst in den Feuerwehren zu werben. „Ich appelliere an die Bevölkerung: Engagieren Sie sich in der Feuerwehr. Engagieren Sie sich für das Allgemeinwohl der Stadt Zweibrücken und für das Allgemeinwohl der Bürgerinnen und Bürger. Kommen Sie zur Feuerwehr werden Sie Teil der Familie!“

Langjährige Mitglieder der Löscheinheiten konnte Oberbürgermeister Marold Wosnitza wie bei jedem Ehrentag der Feuerwehr auszeichnen und ehren.

Langjährige Mitglieder der Löscheinheiten konnte Oberbürgermeister Marold Wosnitza wie bei jedem Ehrentag der Feuerwehr auszeichnen und ehren.

Foto: Norbert Schwarz

Die Betreuung der Unfallopfer, Hinterbliebenen und Einsatzkräfte sprach der Oberbürgermeister an, dankte in diesem Zusammenhang insbesondere dem Koordinator Pfarrer Günter Sifft. Für die Schnelleinsatzgruppe der ASB soll es im April kommenden Jahres den lang ersehnten Notfallkrankenwagen geben, auf die neuen Informationsmöglichkeiten beim Starkregen-Frühalarmsystem ging Wosnitza näher ein, bevor er Ernennungen aussprach, Beförderungen vornahmen und Feuerwehrleute ehrte.

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