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Traditionstag der Feuerwehr Zweibrücken im Corona-Modus

Traditionstag der Feuerwehr : Dankeschön für unermüdlichen Einsatz

Mit Corona-bedingt abgespecktem Programm wurde am Nikolausabend der Traditionstag der Feuerwehr Zweibrücken begangen.

Im letzten Jahr fiel am Nikolausabend der Traditionstag der Corona-Pandemie zum Opfer, wie Oberbürgermeister Marold Wosnitza beim diesjährigen Empfang feststellte. Dennoch, die Folgen der vierten Pandemiewelle drückten auch in diesem Jahr dem bei vielen Stadtbürgern beliebten Tag einen ganz besonderen Stempel auf. Kein festlicher Zug mit der Stadtkapelle vom Rathaus hinauf zum – abgesagten – Weihnachtsmarkt, keine Gaben für die Kleinen, keine vorweihnachtliche Freude. Selbst die Versammlungsstätte war nicht gleich, die Festhalle war diesmal Ort des Geschehens. 

Geblieben ist das Danke sagen für die geradezu unerschöpfliche Hilfsbereitschaft der zahlreichen Feuerwehrfrauen und -männer, die bei der Stadtfeuerwehr wie den Löscheinheiten in den Vorort-Gemeinden trotz Corona, nein, wegen Corona und anderen Ereignisse erst recht, den ehrenamtlichen Dienst zum Schutze der Stadtbevölkerung und Menschen die sich in Not befinden, leisten. Ja, Corona habe auch das Feuerwehrleben in einer Art und Weise beeinflusst, wie das zuvor niemand erahnte, merkte Wosnitza an und stellte zugleich fest, dass auch der diesjährige Traditionsabend nicht mir den vorausgegangen zu vergleichen sei.

Dennoch, vieles habe weiter Bestand und Oberbürgermeister Wosnitza wiederholte sich gern: „Für Zweibrücken ist unsere Feuerwehr ein Glücksfall. Leben, Hab und Gut werden, wenn es darauf ankommt, vor Schaden bewahr!“. Das zähle nicht allein für Einsätze im Brandfall, sondern für Schadensfälle allgemein, so Marold Wosnitza, der das breite Einsatzspektrum bei Unglücksfällen und Katastrophen ansprach. 

Bis zum Traditionstag, so der Oberbürgermeister mit Blick auf die Einsatzstatistik, sei die Feuerwehr 304 Mal zur Hilfeleistung ausgerückt. Im letzten Jahr waren es insgesamt 320 Einsätze gewesen. Vieles davon seien für die Feuerwehrleute Routineeinsätze gewesen. Doch coronabedingt habe sich auch diesbezüglich das Einsatzbild bei der Feuerwehr verschoben: „Wir hatten uns entschieden die Pandemie als Katastrophe einzustufen und damit  setzten damit entsprechende Mechanismen in Gang.“

Unter der Federführung der Feuerwehr sei das ehemalige Evangelische Krankenhaus zu einem Notfallhospital umgebaut worden, ehe das DRK in die Zuständigkeit kam. Gleiches sei beim Impfzentrum geschehen, welches sich im Rahmen der Pandemiebekämpfung zu einer Erfolgsstory entwickelt habe, so der Oberbürgermeister. Der Dank der Stadtbürger gelte aber natürlich auch den anderen Organisationen, die in der Pandemie-Bekämpfung engagiert seien, etwa ASB, DRK oder THW. „Der Dienst für die Allgemeinheit bedeutet unzählige Einsatzstunden, unzählige Stunden Freizeitopfer, um im Ernstfall gerüstet zu sein“, erinnerte Wosnitza.

Der Oberbürgermeister beleuchtete das Bild der Einsatz- und Weiterbildung schillernd. Trotz der Erschwernisse durch Corona seien neben den Donnerstagsübungen mehr als 140 Sonderübungsstunden geleistet worden. 17 Feuerwehrangehörige nahmen das Weiterbildungsangebot der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Koblenz an.

Im Jahr 2020 habe die Stadt Zweibrücken fünf Brandmeister hauptamtlich angestellt, sie stünden nach ihrer Ausbildung jetzt ganz der Tagesalarmbreitschaft zur Verfügung. Unverzüglich zur Stelle zu sein im Ernstfall sei inzwischen Markenzeichen der Stadtfeuerwehr. Das sei nur möglich, weil auch viele aus dem Umfeld die Aktiven unterstützen. Auch dafür dankte der Oberbürgermeister, der schließlich auch die technische Ausrüstung ansprach.

Moderne Fahrzeuge und Gerätschaften würden die Aktiven in die Lage der größtmöglichen Hilfeleistung versetzen. Die technische Ausrüstung sei unerlässlich. „Wir tun alles Mögliche, um in Zweibrücken die Austattung und Ausrüstung auf dem höchstmöglichen Niveau zu halten. Das Material ist notwendig, damit ihr euren Job machen könnt. Es verärgert mich immer wieder, wenn genau dieses Equipment als Spielzeug bezeichnet wird, wie oft in den sozialen Medien nachzulesen.“ 

Wosnitza erinnerte an die verschiedenen Neuanschaffungen und dankte dabei auch den Mitgliedern des Stadtrates dafür, dass diese sich für die Beschaffungen eingesetzt und sie mitgetragen haben. Mit Neuverpflichtungen, Beförderungen und zahlreichen Ehrungen endete diesmal der Traditionstag der Feuerwehr.