Tierischer Nachwuchs in der Kita

Küken und Knirpse Die Kinder der Kita „Papperlapapp“ sind momentan völlig gebannt von zehn kleinen Küken. Mittels einer Brutmaschine schlüpften diese in der Kita. So können die Knirpse schon früh einiges lernen über die Welt der Tiere.

Sprache und Integration sind die Schwerpunkte der Ernstweiler Kindertagesstätte "Papperlapapp". "Sprachbildung fließt bei uns in alle Bereiche ein. Alle Erzieher sind Sprachförderkräfte", informiert Leiterin Martina Harrer. Es soll erreicht werden, dass jedes Kind von klein an faire Bildungschancen hat. Spracherwerb sei der Schlüssel für die Integration in das gesellschaftliche Leben und der Grundstein für den späteren Erfolg in Bildung und Beruf.

Die Kita könne hier auch auf eine erfolgreiche Arbeit mit dem Migrationsbeirat zurückblicken. Wichtig sei, dass sie auch unterschiedliche Kulturen kennenlernen. So werde der Nachwuchs nach dem Besuch einer Kirche demnächst auch eine Moschee in Augenschein nehmen.

Als Konsultationskita übernehmen die Ernstweiler den Auftrag, zu Schwerpunkten ihrer eigenen Arbeit auch Fachberatung für andere Kitas, Schulen und Universitäten anzubieten. Die Vermittlung des Wissens könne in Form von Hospitationsmöglichkeiten, kollegialer Beratung, Teamschulungen, Seminaren, Workshops, Gesprächskreisen und einem Erfahrungsaustausch erfolgen.

Hohe Priorität habe das Wohlbefinden und die Geborgenheit der Kinder, deshalb werde auch ihr Sicherheitsgefühl durch Rituale gestärkt und die Begeisterung für Bildung geweckt. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes sei auch das Sprachbad. Dort werden den Kleinen Sprache und Klänge spielerisch vermittelt. Die größten sprachlichen Entwicklungschancen würden bei Kleinkindern zwischen null und zwölf Monaten liegen. Insgesamt gibt es in der Tagesstätte 18 Plätze für Kinder bis zwei Jahre.

In der Kita wird den Kleinen ein frisch zubereitetes Frühstück und Mittagessen serviert. Die Einrichtung könne sich auch stets auf die Unterstützung des Fördervereins verlassen. Dieser organisiere auch Second-Hand-Basare, das Laternenfest und beteilige sich am Weihnachtsmarkt. Derzeit stehen bei den Kindern aber vor allem die Brutmaschine und die zehn kleinen Küken im Mittelpunkt, deren Namen die Knirpse selbst aussuchen durften. Durch dieses Projekt erhielten sie erste Kenntnisse in Biologie. Der Schlüpf- und Wachstumsprozess sei auch in einem Film dokumentiert worden.

Harrer verweist auch auf die "Teilöffnung" des Hauses. So könnten alle Räume genutzt werden. In der Kita gebe es beispielsweise auch eine Werkbank, ein Atelier, eine Bücherei und eine Kinderküche.