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Teure Technik soll Filmfans locken

Teure Technik soll Filmfans locken

Zweibrücken. Die Musik kommt von allen Seiten, selbst die Bilder springen einen förmlich an - das Kinoerlebnis von heute ist dank neuer Produktionsmethoden und Spezialbrillen für die Leinwandfreunde dreidimensional. Inzwischen auch im Zweibrücker Cinema Europa. Die ersten beiden Säle waren zum Filmstart von "Avatar" am 16

Zweibrücken. Die Musik kommt von allen Seiten, selbst die Bilder springen einen förmlich an - das Kinoerlebnis von heute ist dank neuer Produktionsmethoden und Spezialbrillen für die Leinwandfreunde dreidimensional. Inzwischen auch im Zweibrücker Cinema Europa. Die ersten beiden Säle waren zum Filmstart von "Avatar" am 16. Dezember 2009 3-D-fähig, inzwischen sind auch die anderen beiden entsprechend umgerüstet. Auch die Filmtechnik hat das Kinoteam um Annette Schwarz von analog auf digital umgestellt. Neue Blockbuster aus Hollywood werden jetzt gleich auf speziellen Festplatten angeliefert. Die kiloschweren Filmrollen, die jede Woche mit neuen Trailern und Werbefilmchen neu geschnitten werden mussten, gehören der Vergangenheit an, die Filmvorführung ist einfacher und übersichtlicher. Doch die entsprechenden Vorführgeräte hat man im Lichtspielhaus an der Daimler-Straße vorsichtshalber noch nicht verschrottet. Annette Schwarz: "Für den Fall, dass wir doch noch vereinzelt alte Filmbänder abspielen wollen."Dass die Kinobesucher in Zweibrücken nun schärfere, detailliertere Bilder sehen können, hat sich die Kinoleitung nach eigenen Angaben 400 000 Euro kosten lassen, 100 000 pro Saal. "Die letzten beiden Säle haben wir im Jahresverlauf 2010 neben dem laufenden Betrieb umgerüstet, im November waren wir fertig. Die Hälfte der Zuschauer schaute sich 3-D-Filme an. Wir sind sehr froh, dass wir den Umbau nun abgeschlossen haben", so Schwarz. Es sei genau der richtige Zeitpunkt für die Umstellung gewesen. Das belege auch die Tatsache, dass zwei der drei besucherreichsten Filme 2010 3-D-Streifen gewesen seien. Schwarz: "Am besten lief Avatar, gefolgt von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 1, und Alice im Wunderland." Den ersten Teil des Harry-Potter-Finalfilmes konnte Filmstudio Warner nach eigenen Angaben aus Zeitdruck nicht in das 3-D-Format umwandeln. Das wird beim zweiten Teil, der am 14. Juli 2011 starten soll, anders sein. Dann dürfte der Eindruck entstehen, dass Lord Voldemort seine Zauberstabblitze inmitten der Cineasten schießt und auch, dass ein Drache Feuer in die Kinosäle speit.

Der Kinogänger muss für ein solch dreidimensionales Vergnügen im Schnitt etwa drei Euro mehr zahlen. Doch daran habe es laut Schwarz nicht gelegen, dass 2010 trotz aller Umrüstung die Besucher spärlicher ins Kino kamen. Etwa zehn Prozent habe der Rückgang betragen, "die Fußball-WM war schuld", ist sich die Kinoleiterin sicher. Da sei wenig los gewesen. Für dieses Jahr zeigt sich Schwarz optimistischer.

Teure Technik soll Filmfans locken

Mit besagtem Harry Potter, dem vierten Teil von "Fluch der Karibik" oder "Tron Legacy" seien aussichtsreiche Blockbuster angekündigt, die für guten Umsatz sorgen sollen.