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Terex spricht mit Betriebsrat: Viele Fragen offen

Terex spricht mit Betriebsrat: Viele Fragen offen

Die Leitung des Zweibrücker Kranbauers Terex hat gestern mit dem Betriebsrat über die geplanten harten Einschnitte beim Personal gesprochen. Terex will sich von bis zu 500 Mitarbeitern trennen, der Standort in Bierbach steht ganz zur Disposition (wir berichteten mehrfach).

Der Kranbauer teilte gestern auf Anfrage unserer Zeitung mit, die Gespräche seien "sachlich und konstruktiv" verlaufen, so Unternehmenssprecherin Anne Steeb. Sie ergänzte, die Gespräche würden "zeitnah fortgeführt".

Ralf Cavelius von der IG Metall Homburg-Saarpfalz saß bei den Gesprächen gestern mit am Tisch. Cavelius sagte dem Merkur, dass "noch viele Fragen offen sind". Zum Inhalt meinte er: "Die Botschaften, die bereits in der Betriebsversammlung der Belegschaft verkündet worden sind, sind gestern von der Unternehmensseite wiederholt worden."

Auffällig dabei, so Cavelius: "Man merkt, dass der Standort Bierbach im Fokus steht." Der Gewerkschafter hat den Eindruck gewonnen, dass "der Blechstahlbau nicht mehr als Kernkompetenz gesehen wird". Blechstahlbau - dafür stehe Bierbach. Es sei also eine deutlich zu erkennende Ausrichtung von Terex, Bierbach dichtmachen zu wollen. Cavelius zeigte sich unzufrieden mit der Art und Weise, wie das Management gestern kommuniziert habe. "Es wurden etliche Ideen formuliert, es hieß: ,Wir könnten uns vorstellen, dass dies und jenes . . .' - vieles war sehr vage, immer wieder wurde mit Fragezeichen formuliert", resümiert er.

Der Gewerkschafter weiter: "Wenn das so oberflächlich ist, brauchen wir mehr Details. Deshalb haben wir einen Fragenkatalog entwickelt, Terex bekommt den diesen Donnerstag." Das nächste Treffen von Terex, Betriebsrat und IG Metall ist für Dienstag, 17. Januar, vorgesehen. Cavelius hofft, dass es dann Antworten auf seine Fragen gibt.