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Taubenhaus Zweibrücken in Alexanderskirche

Premiere in Zweibrücken : Tauben wohnen jetzt in Alexanderskirche

Im Turm des Gotteshauses wurde das erste Zweibrücker Taubenhaus eingerichtet.

Das erste Zweibrücker Taubenhaus ist seit Anfang Dezember fertiggestellt und im Betrieb. Die Protestantische Kirchengemeinde Zweibrücken hat im Turm der Alexanderskirche einen Raum zu Verfügung gestellt, der für die Nutzung als Taubenhaus von der GeWoBau Zwei-brücken um- und ausgebaut und spendenbasiert unterhalten wird. Das Gemeinschaftsprojekt des betreuten Taubenhauses entstand nach Angaben der Stadtverwaltung, um die Situation der Tauben und das Miteinander von Mensch und Tier in der Stadt zu verbessern.

Betreute Taubenhäuser, in denen sich die Stadttauben ansiedeln erfüllen mehrere Aufgaben:

Durch die Versorgung mit Futter und Wasser werden die Tiere an den Ort gebunden, halten sich auch den Großteil des Tages dort auf und legen an diesem Ort Eier.

Die Eier der Tauben werden durch Attrappen getauscht, um die Population nachhaltig zu regulieren.

Die Tauben setzen ihren Kot hauptsächlich im Taubenhaus ab, der dort regelmäßig entsorgt wird.

Die Tiere sind nicht gezwungen, sich lange außerhalb des Taubenhauses aufzuhalten, um zum Beispiel in Fußgängerzonen oder an/in Geschäften nach Nahrung zu suchen. Dies vermindert Störungen und Verschmutzungen in der Stadt.

Es entsteht kein flüssiger „Hungerkot“, der schlechter zu reinigen ist.

Die Tiere sind durch die Fütterung gesünder und widerstandsfähiger gegen Krankheiten.

Die Tiere können ärztlich betreut werden, was die ohnehin geringe Gesundheitsgefahr durch Stadttauben weiter reduziert.

Die Betreuung des neu entstandenen Taubenhauses wird durch den im März 2022 gegründeten Zweibrücker Taubenschutzverein „Zweibrücker Stadttaubenhilfe“ übernommen. Zweck des Vereins ist die Pflege und Förderung des Tierschutzes. Insbesondere angestrebt wird die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen der Stadttauben in Zweibrücken, sowie die dauerhafte tierschutzgerechte Regulierung der Population durch die Bestandskontrolle (zum Beispiel durch Eiaustausch). Dadurch soll die Zahl der Stadttauben in Zweibrücken auf tierschutzgerechte Weise reguliert werden. So können, glaubt die Stadt, „Straßen, Plätze und Gebäude spürbar von Verschmutzungen durch Taubenkot entlastet und die Zufriedenheit betroffener Bürger in ihren Wohn-, Arbeits- und Freizeitbereichen verbessert werden“. Der Verein fühlt sich somit nicht nur dem Tierschutz verpflichtet, sondern sieht seine Arbeit ausdrücklich auch im Interesse der Bürger sowie der Besucher von Zweibrücken.

Die Stadt Zweibrücken begrüßt nach eigenen Angaben den Einsatz der Helfenden bei diesem Gemein-schaftsprojekt zum Tierschutz und bittet Bürger sowie Besucher, sich an das Fütterungsverbot von wildlebenden Tieren zu halten, um die An-nahme des Taubenhauses durch die Tiere zu ermöglichen. Ein weiterer wichtiger Aspekt zum Gelingen des Projektes ist, keine weiteren Nist-, Brut- und Schlafplätze für verwilderte Haustauben und Wildtauben bereitzustellen. Dies sollten alle Hauseigentümer beachten.

Interessierte an dem Projekt „Taubenhaus“ beziehungsweise Helferinnen und Helfer können sich gerne an die Vorsitzende des Vereins Zweibrücker Stadttaubenhilfe, Angelika Lapp, wenden. Der Verein ist zu erreichen unter stadttaubenhilfe-zw@gmx.de.