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Tagesfahrt führt in die Reformationszeit

Tagesfahrt führt in die Reformationszeit

Historischer Verein besucht am letzten April-Samstag das Glantal. Auch die Wittelsbacher Grabkapelle wird besichtigt.

(hv) Ins Glantal führt die erste Exkursion des Historischen Vereins Zweibrücken in diesem Jahr, die am letzten April-Samstag, 29. April, unternommen wird und besonders frühe Spuren der Reformation in unserer weiteren Heimat verfolgt.

Erste Station dieser Studienfahrt ist die auf die Romanik zurückgehende Kirche der ehemaligen Benediktinerabtei in Offenbach am Glan. Mitte des 16. Jahrhunderts verlor sie ihre Propstei und wurde evangelisch. Eine der schönsten spätgotischen Kirchen links des Rheins ist die Schlosskirche von Meisenheim, der einstigen Residenz der Zweibrücker Herzöge. Nach ihrem Vorbild soll später die Zweibrücker Alexanderskirche entstanden sein, beider Baumeister war der aus Frankfurt gekommene Philipp von Gmünd. Besondere Aufmerksamkeit in der Schlosskirche gilt der Wittelsbacher Grabkapelle und dem Grab von Herzog Wolfgang; dieser hatte im Krieg zur Verteidigung der Hugenotten in Frankreich sein Leben verloren.

Bedeutsam in der Reformationszeit wurde diese Kirche, weil dort seit 1526 der Luther-Schüler Nikolaus Faber das Abendmahl in Brot und Kelch austeilte, evangelisch predigte und schließlich Superintendent, das heißt Dekan, des Oberamtes Meisenheim wurde. Die Studienfahrt klingt auf dem Remigiusberg bei Kusel aus.

Anmeldungen zu der von Bernhard H. Bonkhoff geführten Exkursion werden bis 27. April in der Sonnen-Apotheke Zweibrücken entgegengenommen. Die Abfahrt am Samstag, 29. April, erfolgt um 7.30 Uhr an der Zweibrücker Festhalle.